Über dieses Buch:Mit ihren 34 gesammelten Beiträgen zielt die vorliegende Publikation darauf ab, die Reihe European Yearbook of Young Legal History mit einem anspruchsvollen wissenschaftlichen Grenzbereich zusammenzuführen. Sie nähert sich der Disziplin der Rechtsgeschichte in einem komplexen Ansatz, indem sie sich ganz bewusst über die ungeschriebenen roten Grenzlinien allgemein anerkannter Rechtsgeschichte hinaus begibt, welche bisher von der vorherrschenden Geschichtsschreibung geprägt ist. Dabei gelingt es dem Band, Disziplinen benachbarter sozialwissenschaftlicher Richtungen, wie beispielsweise die der Linguistik, der Theorie Internationaler Beziehungen, der Geschichte des Altertums und sogar der Römischen Gesetzgebung aufzugreifen und einzubeziehen.Insofern strebt dieses Projekt danach, zu einem besseren, nicht notgedrungen konfliktgeladenen Verständnis der interkulturellen Erzeugung gesetzlicher Praktiken, Mechanismen und Normen in Europa beizutragen.
Die Herausgeber: Laura Beck Varela received her LL.B. in 1999 from the Federal University of Rio Grande do Sul (Porto Alegre, Brazil) and in 2001 obtained an LL.M. from the same university. She was a Research Fellow at the Max-Planck International Research School for Comparative Legal History (Frankfurt am Main) and gained her European Doctorate from the University of Seville. She is now Lecturer (Profesor Ayudante Doctor) in Legal History at the Autonomous University of Madrid.
Alberto Spinosa received his LL.B from the University of Florence, where he completed his Doctorate in Theory and History of Law in 2007. He is currently a Research Fellow at Florence University’s Centre for the Study of History of Medieval and Modern Law.
Pablo Gutiérrez Vega graduated in Law from the University of Oviedo and in Political Sciences from the Autonomous University of Madrid; he completed his Masters in Advanced European Studies at the College of Europe (Brussels). Since 1998 he has been a Lecturer (Profesor Asociado) in Legal History at the University of Seville.
About this book: Gathering together some 34 contributions, this publication aims from the outset at consolidating the European Yearbook of Young Legal History Series with a demanding scientific threshold. It assumes a challenging approach to the discipline of legal history itself, moving deliberately beyond some of the unspoken red lines of mainstream legal history, as engraved by dominant historiography, tentatively endorsing approaches to the discipline from neighbouring social sciences such as linguistics, international relations theory, ancient history and even Roman law. Hence this project seeks to contribute to a better, not necessarily conflictual understanding of the cross-cultural engendering of the legal practices, mechanisms and norms in Europe.
Preis: 39.90 €
Über dieses Buch:Das Wort „Rechtstransfer“, resp. „legal transfer“ ist in aller Munde, Google findet es im Internet auf über 28.000 Seiten. Es spielt im internationalen Handels- und Wirtschaftsrecht und in der Rechtsvergleichung eine Rolle, tritt aber beispielsweise auch auf im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung und den sich dadurch stellenden Rechtsproblemen.Der vorliegende Band widmet sich dem Thema in seiner historischen Dimension. „Recht“ kann dabei in Form von Gesetzen, Rechtskonstrukten, -theorien oder -ideen, aber auch von Rechtspraktiken Gegenstand der Betrachtung sein. Zur Frage seiner Übertragung von einem Ort an einen anderen als Gegenstand der Geschichte äußern sich im vorliegenden Band 28 europäische Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Rechtstransfer in der Geschichte bietet einen aktuellen Überblick über den Stand der rechtshistorischen Forschung auf diesem Gebiet. Die Beiträge decken ein ungewöhnlich breites Feld ab und sind auch für VertreterInnen der Nachbarwissenschaften von Interesse.
Die Herausgeber: Vanessa Duss studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Seit Anfang 2003 ist sie als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Luzern im Fachbereich juristische Grundlagenforschung tätig. Sie verfasst eine Dissertation im Fachbereich Rechtstheorie mit Schwergewicht Systemtheorie.
Nikolaus Linder studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. 2003 promovierte er dort mit der Arbeit Die Berner Bankenkrisen von 1720 und das Recht. Seit Herbst 2002 ist er Mitarbeiter des Forschungsprojekts justizCH - Justizgeschichte des Schweizerischen Bundesstaates an der Universität Luzern. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden Justizgeschichte, juristische Zeitgeschichte und die Geschichte des Handelsrechts.
Mit Beiträgen von: Andreea Badea Elisabeth Berger Andrea Brieger Thomas Ditt Carsten Fischer Rüdiger Ham Merit Hickel László Komáromi Ewaryst Kowalczyk Jana Lachmund Toni Malminen Monia Manaa David von Mayenburg Jennifer R. McDonald Roger Müller Kaspar Näf Shalva Papuashvili Paul J. du Plessis Tilmann J. Röder Dave De Ruyscher Jussi Sallila Samuel Salzborn Margrit Seckelmann Rudolf Stichweh Jan Thiessen Alexander Wagner Stephan Wagner Marion Wiese
About this book: This volume deals with the theme of transferral of justice in a historical dimension. “Justice” can be regarded in the form of laws, constructs, theories or ideas pertaining to jurisprudence as well as of legal practice. On this question, up-and-coming young professionals from various European countries have contributed to the book. Their articles range over a remarkably wide field and will be of interest for representatives of other academic branches.
Sur ce livre: Cet ouvrage est consacré au sujet du transfert juridique dans sa dimension historique. Le concept du "droit" peut être considéré sous forme de lois, de constructions, de théories et d'idées mais aussi de pratiques juridiques. Des futurs spécialistes de la question venant de différents pays européens livrent au lecteur leur version de son transmission. Leurs contributions concernent une palette étonnamment large et ne sont pas sans intérêt pour les représentants des sciences voisines.
Sobre este libro: Este volumen trata el tema de la transmisión de conocimientos en el campo del derecho en su dimensión histórica. El derecho en forma de leyes, construcciones, teorías o ideas jurídicas, pero también su práctica es el objeto de estas reflexiones. La pregunta de su transmisión es abordada aquí por una nueva generación de científicos de diferentes países europeos. Sus contribuciones cubren un campo extraordinariamente amplio y son también de interés para representantes de ciencias vecinas.
Über dieses Buch:Während in der Geschichtswissenschaft schon seit Jahren über Aspekte des sozialen, kulturellen oder kollektiven Gedächtnisses diskutiert wird, haben diese Konzepte in der Rechtsgeschichte bisher nicht die gleiche Aufmerksamkeit gefunden. 28 junge Rechtshistorikerinnen und Rechtshistoriker, Philologen, Politologen und allgemeine Historiker unternehmen daher in diesem Band den Versuch, über die Facetten des Erinnerns und Vergessens im Recht nachzudenken. Dabei zeigt sich, wie zeitlich und kulturell differenziert die Lösungen sind, die das Recht hinsichtlich seiner Funktion der Stabilisierung von Verhaltenserwartungen und der Lösung von Konflikten im Umgang mit der beschränkten menschlichen Gedächtnisleistung gefunden hat.
Die Herausgeber: Die Herausgeber waren und sind Doktoranden des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte.
Mit Beiträgen von: Kenneth E. Aldous Alfons Aragoneses Aguado Laura Beck Varela Emiliano J. Buis Cosmin Dariescu Bram Delbecke Fabrice Desnos Thilo Engel Silvia Falconieri Birgit Fastenmayer Jaime Olaiz González Adam S. Hofri-Winogradow Nir Kedar László Komáromi Henning Meyer Thomas Mohr Adam Moniuszko Christian Müller Vladimir Petrovic Nicolas Rügge Philipp Scheibelreiter Martin P. Schennach Renate Schulze Monica Stronati Paulina Święcicka Dominik A. Thompson Viktor Winkler Alexander Zezekalo
About this book: The topics of social, cultural or collective memory have been discussed for many years in general historical research, but have not received the same attention in the history of law. In this volume, 28 young legal historians, philologists, political scientists, and specialists in general history seek to redress this lack of attention by exploring the various aspects of remembering and forgetting in the field of law.
Sur ce livre: Bien que l’histoire discute, depuis des années déjà, les aspects de la mémoire sociale, culturelle ou collective, ces concepts n’ont jusqu’à présent pas attiré la même attention dans le domaine de l’histoire du droit. Dans cet ouvrage, 28 jeunes historiennes et historiens du droit, des philologues, politologues et experts en histoire générale font l’essai de réfléchir au sujet des facettes de la mémoire et de l’oubli dans le droit.
Sobre este libro: Mentre in ambito storiografico già da anni si discutono gli aspetti della memoria sociale, culturale o collettiva, questi concetti non hanno ottenuto finora la dovuta attenzione nel campo della storia del diritto. In questo volume 28 giovani studiosi, storici del diritto, filologi, politologi e storici generali intraprendono il tentativo di riflettere sui caratteri della memoria e dell'oblio nell'ambito del diritto.
Über dieses Buch: Recht tritt in vielfältigen Formen auf. Es findet sich in Gesetzbüchern und zwischen Aktendeckeln, es ist verbrieft in Urkunden, Verträge werden per Handschlag oder vor dem Notar geschlossen und in Gerichtssälen zeigt es eine ganz eigene Darstellung. Mal kommt es würdevoll oder gar heilig, mal autoritär und mal pragmatisch daher. Kurz: Recht wird inszeniert. Wir können Recht stets nur durch seine Form hindurch erkennen. Der Blick in die Geschichte eröffnet uns allerdings die Möglichkeit, sich dem Verhältnis des Rechts zu seiner Form zu nähern. Ist die Form eine bloße Hülle des Rechts oder kommt ihr eine eigenständige Bedeutung zu? Häufig ergeben sich die Formen des Rechts wie selbstverständlich aus der Tradition, gelegentlich entwickeln sie sich durch Verschiebungen von Rechtspraktiken oder deren Eigendynamik. Zuweilen haben Normgeber sie aber auch strategisch gesetzt, um Inhalte zu legitimieren, oder sie wurden von den Normadressaten in Rechtskämpfen errungen. Wie kommt also das Recht zu seiner Form? Mit dieser zentralen Frage beschäftigt sich der Band Die Inszenierung des Rechts – Law on Stage.
About this book: Law appears in many forms. It is found in law codes and between envelope folders, it is chartered in documents, contracts are executed with a handshake or before a notary and in courtrooms it has a very distinct representation. At times it is dignified or even holy, at times authoritarian and sometimes pragmatic. In short: law is staged. Law can always only be identified by its form. However, a review of the history provides us with the opportunity to approach the relationship of the law and its form. Is the form merely an envelope of the law or does it have an independent significance? Legal forms often result almost self-evidently from tradition, occasionally they develop from altered legal practices or their inherent dynamics. Sometimes, legislative bodies have set them strategically to legitimise contents or they have been won within the scope of legal battles by addresses of the legal standards.
So how does the law get its legal form? The volume Law on Stage is dealing with this crucial question.
Inhalt: Vorwort Viktoria Draganova, Stefan Kroll, Helmut Landerer und Ulrike Meyer
Kapitel I „Inszenierung des Rechts“
Law on Love’s Stage: Etienne Forcadel’s (1519-1578) Cupido Jurisperitus Wim Decock
Der scheiternde Dritte: Inszenierungstechniken der Vermittlung in der literarischen Streitkultur Johanna Bergann
Die „improvisierte“ Komödie als forensische Taktik in Ciceros Caeliana Tamas Notari
Show Trials of the Red Revolution – Political Trials and Public Opinion during the Finnish Revolution of 1918 Jukka Siro
Recasting the Role of Slaves in the Roman Economic Theatre Egbert Koops
Kapitel II „Symbole im Recht“
Die Historizität der Autorität oder: Des Verfassungsrichters neue Robe Sebastian Felz
The Oath as Evidence in Old-Polish Land Law Litigation in Early-Modern Period Adam Moniuszko
To Have and to Hold – Driving Licences as Important Legal Documents for the Normal Course of Life Helmut Landerer
Kapitel III „Medien des Rechts“
Mirror of Changing Law: The Journal des Tribunaux in the fin de siècle Bart Coppein
Frieden durch Sicherheit: Notarielle Urkunden als Konstrukt zur Beweissicherung Sarah Bachmann
Rechtsformen in der Ingelheimer Rechtslandschaft Alexander Krey und Regina Schäfer
Roman Boundary Stones in Croatia: Legal Content and its Forms in Acts of Dispute Resolution Ivan Milotić
Kapitel IV „Legitimation und Verfahren“
Kurbayerische Visitationen im 17. und 18. Jahrhundert: Zur Inszenierung von Herrschaftsrechten zwischen Aktendeckeln Birgit Näther
Law, Finances and Politics: The Significance of Economic Contexts for the Formation of Norms Lea Heimbeck
The Case of Patricide in the Century of the Codes Ninfa Contigiani
Zigeunerrecht und Zigeunergericht: Zur Fortwirkung überlieferter archaischer Konfliktbewältigungsformen in der Gegenwart am Beispiel des Romani Kris Dóra Frey
Kapitel V „Recht und Macht“
Law on the Diplomatic Stage: the 1725 Ripperda Treaty Frederik Dhondt
Autorenverzeichnis
Preis: 26.90 €
Über dieses Buch:Dieser vierte Band in der Reihe „Yearbook of Young Legal History“ enthält Texte der Präsentationen, die beim 14. jährlichen „Forum of Young Legal Historians“ im Jahr 2008 in Pécs vorgetragen wurden. Die Konferenz konzentrierte sich auf die wichtigen Wendepunkte, die im letzten Jahrhundert in der Geschichte beinahe aller europäischen Länder beobachtet und als mögliche Auslöser immenser und radikaler politischer, rechtlicher, kultureller und wirtschaftlicher Veränderungen betrachtet werden konnten. Die Teilnehmer der Konferenz stimmten überein, dass die wichtigsten Faktoren, welche die Regeln menschlicher Koexistenz bestimmen, Recht, Kultur, gesellschaftliche Traditionen und Religion sind. Blättert der Leser in den Seiten dieses Bandes, dann wird er schnell bemerken, dass nicht nur Rechtshistoriker Artikel beigetragen haben, sondern auch junge Forscher, die sich mit dem römischen Recht beschäftigen. Diese Foren und die damit verbundenen Bände sind Beweis für deren Einfluss auf ihre jeweiligen Forschungsfelder und ein Beispiel für die wirksame und fruchtbare Zusammenarbeit, die auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden sollte.
Über die Herausgeber Zsuzsanna Peres studied law at the Faculty of Law at the university of Pécs. Since 2001 she works as assistant lecturer at the Department of Legal History at the Faculty of Law, University Pécs. She is currently writing her PhD dissertation about the implementation of the fideicommissum to the Hungarian Law of successions in the second half of the 17th century. Krisztina Korsósné Delacasse studied law at the University of Pécs. She worked for two years as judicial trainee at he Court of Law of County Zala and since 1997 she works at the Department of Legal History. She is currently writing her PhD dissertation about the formation and practice of the Hungarian bar in the second half of the 19th century. Szalbolcs Hornyák studied law at the University of Pécs. He is currently assistant lecturer at the Department of Criminal Law and writing his doctoral thesis about the crimes offending the public imperturbability. Botond Juhász was between 2005-2008 a PhD-student at the Department of Legal History at the Faculty of Law, University Pécs. He is currently working as legal trainee at a law firm.
About this book This volume is the fourth of the Yearbook of Young Legal History containing the texts of those presentations that could be heard on the 14th annual Forum of Young Legal Historians organized 2008 in Pécs.
The conference dealt with those turning points and watersheds that could be observed in the past centuries’ history of almost all european countries as possible catalyst of immense and radical political, legal, cultural and economic changes. The participants of the conference agreed on that the most important factors characterizing the rules of the human coexistence are: law, culture, social traditions and religion.
This volume contains articles of legal historians but there and articles by young researchers dealing with Roman law. The annual volumes an example of the effective and fruitful co-working that worth to be continued in the following years.
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