Über dieses Buch:Dmitri Schostakowitsch ist weithin durch seine Symphonien bekannt. Die wenigsten wissen jedoch, dass er auch die Musik zu rund vierzig Filmen komponiert hat. Besonders interessant ist, dass er einen der letzten Stummfilme und kurz darauf einen der ersten Tonfilme in der UdSSR vertonte, nachdem er als Klavierspieler in den Stummfilmkinos gearbeitet hatte.
In diesem Buch wird die russische Kinogeschichte zusammengefasst – mit besonderem Augenmerk auf den Übergang zwischen Stumm- und Tonfilm, bei dem Schostakowitsch maßgeblich mitgewirkt hat. Zu dieser Zeit, in den 1920er und 1930er Jahren, war er Mitglied einer Filmgruppe namens FEKS – die Fabrik des Exzentrischen Schauspielers, die sich für die Aufhebung der Grenzen zwischen Theater, Film, Zirkus, Music-Hall und Oper engagierte.
Gemeinsam mit dem Komponisten entwickelte die Gruppe eine Geheimsprache, mit deren Hilfe sie das System kritisierte. Dabei mussten die Künstler auf subtile Weise ihre politischen Witze tarnen.
Über den Autor / die Autorin: Hélène Bernatchez wurde 1961 in Québec, Kanada, geboren. Die Faszination für Musik und Fremdsprachen motivierte sie zum Leben Ländern. Nach ihrem Klavierdiplom an der Musikhochschule in Toronto studierte sie Musikwissenschaft und Germanistik in Genf. Anschließend promovierte sie am Kölner musikwissenschaftlichen Institut. Die Autorin arbeitet an Übersetzungen von Musiktexten und veranstaltet als Pianistin Musik- und Literaturabende. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern im deutsch-belgischen Grenzgebiet.
Preis: 39.90 €
Über dieses Buch:Die vorliegende Untersuchung beleuchtet anhand zweier Fallstudien die Zusammenarbeit von Sänger und Regisseur in der heutigen Opernproduktion. Während sich bisherige Arbeiten über Opernregie ausschließlich mit fertigen Inszenierungen befassen,wird hier erstmals die Entstehung einer Opernproduktion unter dem Aspekt der Interaktion von Sänger und Regisseur wissenschaftlich untersucht.
Welche Probleme und Konfliktfelder existieren in diesem Bereich und gibt es Möglichkeiten, mit ihnen konstruktiv umzugehen? Was können Regisseur und Sänger für eine gelingende und kreative Zusammenarbeit tun? Um diese Fragen zu beantworten, wurde der szenische Erarbeitungsprozess einer Inszenierung von Giuseppe Verdis „Nabucco“ und Jacques Offenbachs „Les Contes d\'Hoffmann“ beobachtet sowie die beteiligten Künstler interviewt. Hierbei kamen Methoden aus der qualitativen Sozialforschung zur Anwendung.
Die Arbeit stellt zahlreiche Probleme der Zusammenarbeit (wie z.B. Konflikte durch das Regiekonzept und Schwierigkeiten in der Erarbeitung szenischer Abläufe) dar und versucht zugleich, Lösungsansätze zu entwickeln. Auf diesem Wege sollen Sängern und Regisseuren Handlungsorientierungen gegeben werden, die die Zusammenarbeit positiv beeinflussen können und den Erarbeitungsprozess für beide Seiten effektiver und kreativer werden lassen.
Über den Autor / die Autorin: Bettina Gößling studierte Anglistik und Musikwissenschaft an der Universität Osnabrück und der TU Berlin,wobei sie sich insbesondere mit Themen aus der Aufführungspraxis der Oper auseinandersetzte. Zur Zeit leitet sie das Künstlerische Betriebsbüro des Theater Lübeck.
Preis: 49.90 €
Über dieses Buch:Als eine der ersten Avantgarde-Bewegungen des 20. Jahrhunderts forderte der italienische Futurismus den Bruch mit allen bisherigen Traditionen, um eine radikal neue Kunst zu ermöglichen. Mit der Ästhetisierung von Maschinen und Geschwindigkeit sowie der Simultaneität von Ereignissen wollte er eine dem modernen Menschen gemäße künstlerische Realität schaffen.
Der Aufarbeitung exemplarischer Schriften und Werke futuristischer Musiker und der Untersuchung genauer Einflüsse auf spätere Komponisten widmet sich das Buch. Bekannt sind vor allem Francesco Balilla Pratella (1880-1955) und Luigi Russolo (1885-1947), die sich ab 1910 mit ihren Forderungen nach der Ablösung musikalischer Traditionen an die musikinteressierte Öffentlichkeit wandten.
Weniger bekannt ist, dass um 1920 weitere Musiker in den Umkreis der futuristischen Bewegung traten: Franco Casavola (1891-1955) und Silvio Mix (1900-1927). Die Schriften dieser vier Futuristen zeigen, dass der musikalische Futurismus sich im Lauf der Jahre einem breit gefächerten Panorama musikalischer Themen widmet – dem Musiktheater, neuen Möglichkeiten der klanglichen Erweiterung und der Ablösung der Orchesterinstrumente bis hin zu Jazzelementen und Filmmusik. Es zeigt sich aber auch, dass es bis auf Luigi Russolo mit seinem zukunftsweisenden Konzept der Einführung des Geräuschs in die Musik, das zum Einfluss für Komponisten wie Edgar Varèse, John Cage, Pierre Schaeffer, Pierre Henry und Karlheinz Stockhausen wird, keinem der futuristischen Musiker gelang, auf einer die Grenzen Italiens überschreitenden Ebene langfristig künstlerisch zu agieren.
Über den Autor / die Autorin: Esther Schmitz-Gundlach, geb. 1978, studierte Musik und Deutsch an der Universität Dortmund und promovierte dort 2007.
Preis: 44.90 €
Über dieses Buch:Im 18. und 19. Jahrhundert hat das „Klavierlied“ seinen Zenit erreicht. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert entsteht im geistlichen Kontext eine neue Liedgattung, die nicht nur neben dieser lange etablierten Liedform Bestand hat, sondern sie sogar teilweise überbietet: das Orgellied.
Von der Zweckbestimmung der Orgel her ursprünglich im gottesdienstlichen Raum angesiedelt, wird das Orgellied um 1900 mit Max Reger und seinen Schülern auch im säkularen Konzertsaal heimisch. Es erhält eine ambivalente Funktion, die zu einer neuen Form von Liederabend führt.
Dieses Buch verfolgt die Entwicklung einer Liedgattung für „Solostimme und Orgel“ und zieht Konsequenzen für die kirchenmusikalische Ausbildung und Praxis.
Über den Autor / die Autorin: Rolf Schönstedt wurde 1944 in Erfurt geboren und studierte evangelische Kirchenmusik. Neben zahlreichen Seminaren und Vorträgen gab er Konzerte als Organist und Dirigent in Europa, Nord- und Südamerika. 1993 wurde er zum Rektor der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford berufen. Er ist Herausgeber der Reihen „Das Geistliche Lied“ und „Das Orgellied“ sowie des Orgelwerkes von Karl Hasse, ausserdem Vorstandsmitglied der Internationalen Max-Reger-Gesellschaft, Mitglied der Nationalakademie von Argentinien und Träger des Bundesverdienstkreuzes.
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