Über dieses Buch:Den Wert der eigenen Person zu erfahren, ist für die Entwicklung der Persönlichkeit von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig scheint das Erleben des eigenen Werts im Zusammenhang mit der Entwicklung von autonomen Wertungsprozessen zu stehen.
Untersuchungen zum personenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers bestätigen die Beziehung zwischen förderlichen Beziehungsangeboten, bei dem eine Person den eigenen Wert erfährt, positiver Persönlichkeitsentwicklung und positivem zwischenmenschlichen Zusammenleben. Zudem wird in diesem Ansatz eine Verbindung zwischen förderlichen Beziehungsangeboten und der Entwicklung reifer, organismischer Bewertungsprozesse gesehen. Auch Viktor Frankl, Ruth Cohn und Erich Fromm gehen von Zusammenhängen zwischen positiver persönlicher Entwicklung und autonomen Wertungsprozessen aus. Ziel der Untersuchung Martina Beckers ist es, diese Zusammenhänge zu beleuchten. Dabei wird das „Persönliche Gespräch“ nach Inghard Langer als Forschungsmethode angewandt.
Im Zentrum des Buches stehen Werterlebens-Biographien von zwanzig erwachsenen Gesprächspartnern und -partnerinnen. Anhand der Biographien werden verschiedene Bereiche aufgeführt, in denen Menschen den eigenen Wert erfahren können.
Über den Autor / die Autorin: Martina Becker ist Diplom-Psychologin und als Universitäts-Assistentin an der Universität Wien am Institut für Bildungswissenschaft beschäftigt. Mit der vorliegenden Arbeit schloss sie ihr Promotionsprojekt an der Universität Hamburg ab.
Preis: 49.90 €
Über dieses Buch:Untersuchungen von Prozessen künstlerischen Schaffens beschäftigen sich in der Regel mit dem Kunstwerk und seiner Einbindung in gesellschaftlich-kommerzialisierende Zusammenhänge. Die Bedeutung der Person des jeweiligen Künstlers gerät dabei oft ins Hintertreffen.
Isabel Corvacho del Toro richtet ihr Hauptaugenmerk auf den Kunstschaffenden in seiner ganzheitlichen Individualität. Dabei berücksichtigt sie die Dynamik im Prozess der kreativen Arbeit ebenso wie den Einfluss jeweils situativ vorgegebener Lebensbedingungen. Im Rahmen problemzentrierter Interviews geben sieben Künstlerinnen und Künstler präzise Beschreibungen des Entstehungsverlaufs ihrer Werke. Mithilfe dieser Daten arbeitet die Autorin systematisch die für den Schaffensprozess fördernden und hemmenden Faktoren heraus. Welche Rolle spielt der soziale Austausch oder das persönliche Befinden des Künstlers für den Fortgang seiner Arbeit? Wie beurteilt er selbst die Aussagekraft unterschiedlicher künstlerischer Mittel?
Das Buch leistet einen Beitrag zum allgemeinen Verständnis künstlerischer Schaffensprozesse. Gleichzeitig liefert es ein Instrument, um diese Prozesse systematisch zu erfassen und in das Licht gesellschaftlicher Zusammenhänge zu stellen.
Über den Autor / die Autorin: Isabel Corvacho del Toro wurde in Plato, Kolumbien geboren. Studium der Psychologie an der Universität Hamburg. Aufbaustudium im Bereich Kunst und Visuelle Kommunikation/Medien an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, wo sie als Mitarbeiterin tätig ist. Parallel dazu arbeitet sie an einem Forschungsprojekt über israelische Künstler.
Preis: 29.90 €
Über dieses Buch:In der mit qualitativen Verfahren durchgeführten Arbeit wird untersucht, welche seelischen Entwicklungsnotwendigkeiten im hohen Alter vorliegen. Dazu wurden mit 27 alten Menschen (zwischen 75 und 96 Jahre alt) tiefenpsychologische Interviews durchgeführt.
Wie die weitere Analyse zeigt, sind die individuellen Lebensverläufe Variationen der Aufgabe des Seelischen, sich mit seiner bevorstehenden Auflösung, also dem Tod, auseinandersetzen zu müssen. Die Lösung dieser Aufgabe kann darin bestehen, daß die Hinwendung auf die eigene Geschichte bei den alten Menschen stabilisierend wirkt: Durch die eigene Biographie wird Identität immer wieder erzeugt und bestätigt.
Diese Ergebnisse wurden mit der Biographiearbeit in Beziehung gesetzt, denn dieses Verfahren kann einen Weg eröffnen, um alten Menschen unterstützend zur Seite zu stehen. Dabei sollte jedoch die Besonderheit berücksichtigt werden, daß eine der wichtigsten Komponenten im Erleben hochbetagter Menschen die eigene Autonomie ist.
Über dieses Buch:Die vorliegende Resilienzstudie behandelt die psychische Situation sowie die Bewältigungs- und Verarbeitungsstrategien ehemaliger Kinderdorfbewohner. Der Autor dokumentiert Erfolge und Misserfolge der erzieherischen Einflüsse und Lebensumstände im Kinderdorf. Im Unterschied zu traditionellen Bewährungsstudien geht es ihm dabei um die Erfassung aus der Perspektive der Ehemaligen.Eine zusätzlich durchgeführte Aktenanalyse ergibt in Übereinstimmung mit vielen Bewährungsstudien, dass in über 70 Prozent der Fälle eine positive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im Kinderdorf erfolgt. In der qualitativen Auswertung macht Georg Kormann deutlich, dass neben anderen Faktoren die verlässliche und vertrauensvolle Beziehung und Fürsorge einer erwachsenen Bezugsperson einen zentralen Schutzfaktor für die Entwicklung der jungen Menschen darstellt.
Über den Autor / die Autorin: Georg Kormann, Dipl.-Psych., Dipl.-Theol., ist approbierter Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Er studierte Philosophie, Theologie und Psychologie in München, Würzburg und Heidelberg. 2005 promovierte er in Psychologie an der Universität Hamburg. Er ist seit 25 Jahren als Psychologe in einem Kinderdorf tätig und hat über viele Jahre als Lehrbeauftragter in der Ausbildung von ErzieherInnen, HeilpädagogInnen und SozialpädagogInnen gearbeitet. Seit 1994 ist er Dozent für Psychologie an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd.
Preis: 44.90 €
Über dieses Buch: Wikis sind Werkzeuge im Netz, die den kooperativen Aufbau eines gemeinsamen Wissensspeichers ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit und den Diskurs der beteiligten Autoren entwickelt sich das gemeinsame Wissen weiter, das Wiki wächst und wird komplexer: Es kommt zur kollaborativen Wissenskonstruktion. Gleichzeitig entwickelt sich das individuelle Wissen der beteiligten Autoren weiter: Es findet Lernen statt.Der Autor beschreibt das Zusammenspiel zwischen dem Wissen einzelner Autoren und dem gemeinsamen Wissen, das als Information in einem Wiki repräsentiert ist. Betrachtet werden zwei Systeme: Das kognitive System eines Individuums mit individuellen Lernprozessen und das soziale System Wiki, in dem gemeinsames Wissen konstruiert wird. Im empirischen Teil werden Ergebnisse quantitativer und qualitativer Studien vorgestellt und diskutiert. Eine Netzwerkanalyse am Beispiel der Online-Enzyklopädie Wikipedia analysiert die Entwicklung eines Artikelnetzwerkes und der zugehörigen Autoren-Community. Außerdem werden fünf Studien im Labor präsentiert, die Aspekte des kognitiven Konflikts als Auslöser für individuelles Lernen und kollaborative Wissenskonstruktion untersuchen.
Über den Autor: Johannes Moskaliuk ist Diplom-Psychologe. Sein Forschungsschwerpunkt ist das computerunterstützte kollaborative Lernen. Ihn interessiert das Potenzial neuer Internet-Technologien für den individuellen Wissenserwerb und die Kommunikation von Wissen.
Preis: 24.90 €
Über dieses Buch: Die motivationspsychologischen Inhaltstheorien sind bereits etablierte psychologische Konstrukte, welche jedoch mitunter als Anachronismen aufgefasst werden. Dennoch zeigt sich, dass die Implikationsaspekte dieser Theorien in vielen Fällen nach wie vor aktuell sind und diese auch im Rahmen der Personalentwicklung im Unternehmen sinnvoll genutzt werden können. Innerhalb dieser Arbeit werden die grundsätzlich hoch diversifizierbaren Personalentwicklungsziele zu Zielkomplexen komprimiert, um die Einwirkungsmöglichkeit durch motivationstheoretische Inhaltstheorien verdeutlichen zu können.
Über den Autor: Mario Petri studierte Sozialwissenschaften und Personalentwicklung an der Universität Siegen und der Technischen Universität Kaiserslautern. Er ist bereits langjährig im operativen und strategischen HR-Bereich tätig, derzeit bei einem internationalen Konzern.
Preis: 14.90 €
Über dieses Buch:Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage nach der Störungsspezifität im Affektausdruck und der Beziehungsregulation bei Patienten mit somatoformen Störungen. Diese werden mit einer Gruppe von psychisch erkrankten Menschen mit einem psychogenen Krankheitskonzept verglichen. Die Analyse der störungsspezifischen Affektmuster erfolgt mit qualitativen Methoden.Die Untersuchung führt bei den Patienten mit somatoformen Störungen zur Klassifizierung von drei Subtypen: Typus A „Das Opfer“, Typus B „Die Unabhängigen“ und Typus C „Das Pulverfaß“.Die vorherrschende Annahme, dass Patienten mit somatoformen Störungen ein globales Defizit an Emotionalität aufweisen, kann in dieser allgemeinen Form nicht bestätigt werden. Im Gegenteil: Sie zeigen im Interview vermehrt Emotionen. Es wird eine differenzierte Vorstellung der Funktion von Emotionalität entwickelt. Diese leistet u.a. einen Beitrag, vereinfachende Stereotypien psychosomatisch erkrankter Menschen zu hinterfragen. Die dysfunktionale Beziehungsgestaltung in ihren konflikthaften und strukturellen Facetten des emotionalen Erlebens wird abschließend in Hinblick auf psychotherapeutische Möglichkeiten und Begrenzungen untersucht.
Über den Autor / die Autorin: Andrea Pfrengle studierte Psychologie an der Universität Trier und der Technischen Universität Berlin. Als Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) promovierte sie an der Psychosomatischen Klinik der Universität Heidelberg im Interdisziplinären Graduiertenkolleg Klinische Emotionsforschung. Daneben arbeitete sie im klinisch-therapeutischen Bereich. Mit der vorliegenden Veröffentlichung schloss sie ihr Promotionsprojekt ab.
Über dieses Buch:Die Bindungstheorie und -forschung befasst sich mit dem Aufbau und der Veränderung enger emotionaler Beziehungen insbesondere zwischen Kindern und ihren Eltern. Das Interesse beratend und therapeutisch tätiger Berufsgruppen an Erkenntnissen zur Bindung wächst zunehmend. Gleichzeitig fehlen ökonomische Messinstrumente zur Erhebung der Bindung.In diesem Buch wird die Entwicklung und Überprüfung eines Screeningfragebogens zur Erhebung der Bindung bei Kindergartenkindern durch Erzieher/innen beim Eintritt in den Kindergarten beschrieben. Zusammenhänge mit anderen aufwändigen Verfahren zur Erhebung der Bindung (Wiedervereinigungssituation, Fremde Situation, Geschichtenergänzungsverfahren zur Bindung) werden ebenso untersucht wie Zusammenhänge mit weiteren Merkmalen der sozial-emotionalen und kognitiven Entwicklung der Kinder. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf den Einsatz von Fragebögen im Vergleich zu Urteilen geschulter Experten zur Erfassung der Bindung in dieser Altersstufe diskutiert.
Über den Autor / die Autorin: Karen Zweyer, Dipl.-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, ist Mitarbeiterin am Erziehungswissenschaftlichen Institut, Abteilung für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
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