Über dieses Buch:
Die Studie analysiert die mediale Konzeption der Masse in Carlos Monsiváis\' Crónicas über Mexiko-Stadt. Im Mittelpunkt stehen Masse und Massenmedien sowie die Frage, wie die Nutzung der Massenmedien auf die Umdeutung der Konzeption von Masse und urbaner Kultur wirkt.Zentrale Bedeutung hat die Positionierung Monsiváis\' inmitten der Masse. Das Fragmentarische und das Diskontinuierliche in der Bewegung gelten als wichtige Faktoren der Diversität von Handlungen, Nutzern und Geschmäckern. Monsiváis\' Vorstellung der formas enredadas ist für die Studie besonders relevant. Durch sie kommt er zu der Auffassung, dass Dichotomien sich nicht entgegensetzt gegenüber stehen, sondern vielmehr koexistieren und sich überkreuzen. Die Analyse fokussiert daher auf die Bedeutung von Verflechtungen aus den Beziehungen in der Bewegung – die Interaktion der Nutzer mit den Massenmedien.
Über die Autorin: María Ángela Cifuentes de Häbig absolvierte das Masterstudium in Kunst- und Stadtanalyse an der Universitat Politècnica de Catalunya (Barcelona). Derzeit lebt und arbeitet die Historikerin (PUCE, Quito) als freie Autorin in Neu Delhi (Indien).
Preis: 39.90 €
Über dieses Buch:Im Peru der 1990er Jahre nimmt im Zuge der wirtschaftlichen Öffnung des Landes die Anzahl der publizierten Romane deutlich zu und die peruanische Kritik feiert den Aufschwung einer neuen Erzählliteratur. In Deutschland fast ausschließlich mit Namen wie Mario Vargas Llosa, Alfredo Bryce Echenique und José María Arguedas verbunden, stehen die Werke der in diesem Zeitraum publizierenden Autoren meist im Schatten der international bekannten und anerkannten älteren Autoren und sind auch in der Hispanistik bislang kaum untersucht worden. Welches Schreiben folgt auf die großen peruanischen Romanciers? Lassen sich innerhalb der neuen, äußerst heterogenen Romanlandschaft der 1990er Jahre tendenzübergreifende Entwicklungen identifizieren? `Welcher Art sind diese Entwicklungen? Der Versuch einer Beantwortung dieser Fragen anhand von sechs Fallstudien ist eingebettet in die Aufarbeitung des sozialgeschichtlichen und kulturtheoretischen Kontexts des Andenstaats, der sich am Ende des 21. Jahrhunderts im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Pluralisierung, politischem Autoritarismus und dem Wiederaufleben einer kulturtheoretischen Polarisierung befindet.
Über den Autor / die Autorin: Die Autorin studierte von 1993 bis 1999 Germanistik und Hispanistik in Freiburg, Arequipa/Perú und Münster. Nach dem Studium arbeitete sie als Lektorin und freie Mitarbeiterin im Verlagsbereich. Die Promotion schloss sie im Jahre 2005 ab. Derzeit unterrichtet sie Spanisch und Deutsch an einem Frankfurter Gymnasium und ist als staatlich geprüfte Übersetzerin tätig.
Preis: 59.90 €
Über dieses Buch:Die vorliegende Untersuchung gibt einen weit gespannten historischen Überblick über französischsprachige Kinder- und Jugendliteratur in Afrika südlich der Sahara. Die hier vorgestellten Romane, Novellen und Erzählungen behandeln ein weites Spektrum, das so unterschiedliche Themen wie Schule, Kinderarbeit, Beschneidung der Mädchen, Zwangsheirat, Krieg, Hunger, HIV/AIDS, Straßenkinder, die „gute alte Zeit“, aber auch Abenteuer- und Liebesgeschichten einschließt. In ihrer Aktualität und Eindringlichkeit stehen diese Texte der KJL der „großen“ afrikanischen Literatur nicht nach. Voraussetzung für die Entstehung einer afrikanischen KJL in den Ländern, die ehemals französische Kolonien waren, waren die Einführung und der Ausbau eines formalen Schulsystems und damit die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Lektüre, sowie der Aufbau eines eigenständigen Buchmarktes, von Bibliotheken und einer bürgerlichen Mittelschicht, die sich den „Luxus“ des Kaufs von Lesestoff für ihre Kinder erlauben konnte. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen zahlreiche detaillierte Analysen eines umfangreichen Corpus, von dem wir in Europa keine Kenntnis haben. Gerade im Blick auf die für Kinder und Heranwachsende interessanten und relevanten Themen erschließen sich aber viele für die Zukunft Afrikas entscheidende Probleme auf eine besonders eindringliche Weise und – nicht zuletzt – einem gesteigerten Lesevergnügen.
Über die Autorin: Brigitte Lindner, Jahrgang 1954, studierte in Würzburg Romanistik und Anglistik, in Bayreuth Romanische Literaturwissenschaft, Romanische Sprachwissenschaft und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft.
Rezension: „…ein lesenswertes Buch über das zeitgenössische frankophone Afrika und dessen Kinder.“ (Romanische Forschungen)
Preis: 49.90 €
Über dieses Buch: Frankreich gilt gemeinhin als Ursprungsland der erotischen Literatur, umso mehr seit die Literaturwissenschaft einen neuen Schwerpunkt in der Erforschung von Emotionalisierungsstrategien setzt. Die Thematik ist innerhalb der Forschung umstritten: So gehen die gesetzten Definitionen von Erotik und Pornografie weit auseinander, ganz zu schweigen von einer neutralen Diskussion in Bezug auf den Jugendschutz oder anderen rechtlichen Fragestellungen. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist eine verstärkte Publikation von Erotika auf dem französischen Markt zu beobachten, doch fehlt bislang eine Einordnung dieser neuen libertinen Strömung. In diesem Werk erfolgt der Versuch, diese literarischen Darstellungen einer neuen, mythologisierten Sexualität zu verorten. Hierbei handelt es sich um Autoren, die sich in eine Zwischenposition begeben: halb fiktive Figur des Autors, halb der Autor selbst. Sich gar als Erben de Sades definierend, suchen sie, nicht nur durch ihr Werk, sondern auch durch ihre Person zu faszinieren. Besondere Beachtung erfahren dabei Rose Bonbon (2002) von Nicholas Jones-Gorlin, Putain (2001) von Nelly Arcan, Baise-moi (1994) von Virginie Despentes, La vie sexuelle de Catherine M. (2001) von Catherine Millet sowie Plateforme (2001) und La possibilité d´une île (2005) von Michel Houellebecq.
Über die Autorin: Christine Michel (geb. Plaß) studierte Romanistik und Germanistik an der Philipps-Universität Marburg und wurde dort 2008 promoviert. Sie ist seit 2005 als Studienrätin an einem Beruflichen Gymnasium in Darmstadt tätig.
Preis: 29.90 €
Über dieses Buch: Der Mythos der fremden Stadt ist als Hauptmotiv ausschlaggebend für die Erzählstruktur und Bedeutungsebene in vielen lateinamerikanischen Romanen, die sich mit dem kulturell Eigenen im Spiegel des kulturell Fremden beschäftigen. Dabei können Paris und New York als paradigmatische Pole innerhalb des Spannungsfeldes der Literatur von der fremden Stadt betrachtet werden. In dieser Studie werden die Charakteristika der lateinamerikanischen Paris- und New York-Darstellungen herausgearbeitet sowie ihre Unterschiede analysiert und kontrastiert. Dabei wird der Mythos-Begriff als zentrales Untersuchungsinstrument konkretisiert und funktionalisiert, um zu zeigen, dass Literatur als kulturelles Speichermedium an der Identitätskonstitution von Städten beteiligt ist.Die in der Studie exemplarisch untersuchten Erzähltexte decken eine Zeitspanne vom Beginn des 20. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts ab. Auf der Grundlage des Stadtmythos-Begriffs werden anhand ihrer Analyse Aussagen über die lateinamerikanische Stadtliteratur abgeleitet, die sowohl für die literaturwissenschaftliche Motivforschung und die interkulturelle Identitätsforschung als auch für die kulturwissenschaftliche Dimension der Urban Studies urbar gemacht werden können.
Über die Autorin: Laila Nissen studierte Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien in Paris und Passau. 2011 promovierte sie an der Universität Passau in Romanischer Literaturwissenschaft.
Preis: 45.90 €
Über dieses Buch:Diese Studie untersucht das Ringen der Kultur um neue Semantiken, die der wachsenden Komplexität von Gegenwart und Zukunft angemessen sind. Dargestellt wird dieser Prozess am Beispiel der Verarbeitung von Biotechnologie in Feuilleton und internationaler Literatur.Die Leitfrage lautet: Weshalb, in welcher Form und mit welchen Folgen wird der Diskurs der Biotechnologie um das Jahr 2000 Gegenstand verschiedenster Texte? Der Untersuchung liegt die Annahme zugrunde, dass die Biotechnologie in diesen Texten als Operator einer kulturellen Selbstbeobachtung fungiert, die zugleich eine produktive Bearbeitung der Signatur unserer Gegenwart darstellt.Diese Signatur lässt sich als ein Konnex von Komplexität und Ungewissheit beschreiben; von der Kultur selbst wird sie oft als „Krise“ etikettiert. Hier kann die spezifische Kompetenz der Literaturwissenschaft an ein von der aktuellen Soziologie formuliertes Problem anschließen: Sie zeigt, wie die Kultur die Semantik der Krise prozessiert und produktiv in eine Semantik der Zukunft transformiert.
Über die Autorin: Stephanie Singh studierte Literaturwissenschaften in Tübingen, Aix-en-Provence und Strasbourg und schloss ihre Dissertation 2006 an der LMU München ab. Sie ist ausgebildete Redakteurin und arbeitet als freie Übersetzerin für Französisch und Englisch.
Über dieses Buch:Seit dem 20. Jahrhundert beginnen die Städte auf dem lateinamerikanischen Kontinent explosionsartig zu wachsen. Wie antworten die literarischen Großstadtdarstellungen auf die rasanten Veränderungen der Metropolen?Beatrix Ta zeigt in diesem Buch, dass der Großstadtroman jenseits des südlichen Atlantik seine Vorbilder aus der europäischen und nordamerikanischen Moderne nicht nur eingeholt, sondern vielleicht sogar überholt hat, indem er den global wirksamen Wandel der Großstadt von der zentrierten Metropole zur dezentrierten Megalopole konsequent ins Zentrum der Darstellung rückt. In ihrer Untersuchung verbindet die Autorin textsemiotische, kultursoziologische und medienwissenschaftliche Fragestellungen. Damit gelingt es ihr, die bislang vorwiegend getrennten Diskussionen über Großstadtkultur und Medienkultur zusammenzuführen.Anhand von sieben exemplarischen Stadttexten aus verschiedenen Phasen und Regionen der lateinamerikanischen Moderne zeigt sie, wie in der literarischen Darstellung ein zunehmend unübersichtliches reales Stadtbild von mythisch oder medial geprägten Stadtvisionen abgelöst wird. Hierzulande bekannte Autoren (z.B. Carlos Fuentes, Guillermo Cabrera Infante) werden dabei ebenso eingehend analysiert wie bisher noch kaum erforschte (z.B. Ricardo Piglia, Juan Villoro, César Aira).
Über die Autorin: Beatrix Ta studierte Romanistik und Politische Wissenschaften in München und Buenos Aires. 2005 promovierte sie an der Universität zu Köln in Hispanistik. Sie arbeitet als Kommunikationsberaterin und Trainerin für PR und Öffentlichkeitsarbeit.
Sobre este libro: Esta compilación de entrevistas facilita por primera vez una indagación comparativa de la poética y las obras de escritores contemporáneos de América Latina y África lusófona, que escriben mayoritaria o parcialmente novela policial: Roberto Ampuero, Raúl Argemí, Alonso Cueto, Pablo De Santis, Luiz Alfredo Garcia-Roza, Guillermo Martínez, Élmer Mendoza, Leonardo Padura, Pepetela y Santiago Roncagliolo.Todas las entrevistas se guían por la misma línea de investigación. Una parte de las preguntas indaga la concepción del género policial de los autores, sus modelos literarios así como las ventajas e inconvenientes de escribir dentro de este género. Otra parte cuestiona el nexo de la novela negra con el respectivo contexto sociopolítico, la (des)confianza de la gente en la policía y otras instituciones estatales, y también las consecuencias de dictaduras militares, conflictos armados y delincuencia organizada para la sociedad. Finalmente, algunas preguntas se concentran en aspectos estéticos de las diferentes novelas, las características de los protagonistas y la inscripción de la trama en un determinado contexto.
Sobre la autora: Doris Wieser estudió Letras hispánicas, lusófonas y alemanas en Heidelberg, São Paulo y Ciudad de México. Después de terminar el Magister trabajó en la editorial Klett en Stuttgart como editora. Desde octubre de 2008 es profesora asistente en la Universidad de Göttingen. Se dedica además a la crítica literaria en varias revistas electrónicas.
Preis: 36.90 €
Über dieses Buch:Sechshundert Jahre nach Dantes Tod im Jahr 1321 hört man das Echo seiner Stimme in Ezra Pounds Cantos und zahlreichen Gedichten T.S. Eliots. Die prominenten modernistischen Autoren führen in ihren Texten einen intensiven Dialog mit dem Dichter der Göttlichen Komödie. Welche Aspekte seines Werkes ziehen ihre Faszination derart auf sich, dass beide Dante als ihr größtes Vorbild und dessen Commedia als ihren wichtigsten Prätext bezeichnen? Wie fügen sich seine Verse, Figuren und ethischen Vorstellungen in den modernen Kontext und welche Funktion erfüllen sie?Antworten darauf gibt diese komparatistische Studie, die das Verhältnis der Avantgardisten zur literarischen Tradition im Spannungsfeld von Imitatio und Intertextualität auslotet. Die Textanalyse fokussiert einzelne Gesänge der Cantos, insbesondere die »Hell Cantos«, sowie Eliots Gedichte The Love Song of J. Alfred Prufrock, The Waste Land, Ash Wednesday und Four Quartets. Sie zeigt, wie sich die Auseinandersetzung mit Dante auf unterschiedlichste Weise manifestiert, indem sie verdeckte Referenzen sichtbar macht und die intertextuellen Arbeitsweisen von Pound und Eliot kontrastiv profiliert.
Über die Autorin: Evi Zemanek studierte Komparatistik, Italianistik und Amerikanistik in München, Pisa und Chicago. Heute ist sie Dozentin für Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität Erlangen-Nürnberg.
Rezension: „Insgesamt leistet Zemaneks Monographie einen wichtigen Beitrag zur Forschung der Poundschen und Eliotschen Dante-Rezeption, indem sie bisherige Ergebnisse zueinander in Bezug setzt und durch die Gegenüberstellung in einem neuen Licht erscheinen lässt. Die vergleichende Untersuchung der intertextuellen Strategien regt überdies dazu an, die von Zemanek vorgenommene Differenzierung zwischen Wiederschreiben und Umschreiben auch hinsichtlich anderer von Eliot und Pound rezipierter Autoren zu überprüfen. Der Aufbau der Arbeit und die Auswahl der Kapitel und Unterkapitel sind wohldurchdacht und einsichtig und unterstützen den Lesefluss ebenso wie der durchgängig klare und flüssige Stil. Vor allem der Analyseteil überzeugt durch gleichzeitig kenntnisreiche und einfühlsame Gedichtuntersuchungen, […]. Trotz oder gerade wegen der Tatsache, dass sie aufgrund ihres handlichen Umfangs und der Fokussierung auf detaillierte Textarbeit auf die Beantwortung mancher von ihr aufgeworfenen Fragen verzichtet, ist die an der Schnittstelle von Intertextualitäts-, Modernismus- und Dante-Forschung angesiedelte Studie für eine breite Leserschaft von Relevanz.“ (Deutsches Dante-Jahrbuch)
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