Über dieses Buch:Das Preußenland zwischen Danzig und Memel, Rauschen und Lyck verblasst und versinkt im Gedächtnis der Deutschen, und doch bleibt es reich und verheißend wie einst Vineta. Die Völkerwanderung des 20. Jahrhunderts hat seine deutschen Bewohner zuallermeist vertrieben. Polen, Litauen und die russländische Föderation teilen sich heute das Land, das vor Zeiten auch Land der Prussen war.Neue Bewohner haben im Preußenland ihre Bleibe gefunden. Sie haben sich darangemacht, das Gedächtnis ihrer Umwelt zu entdecken und in ihr Heimat zu begründen. So finden Polen und Russen, Litauer und Deutsche neu zueinander in diesem Preußenland.Um ihnen allen einen Wegweiser an die Hand zu geben, legt Dietmar Albrecht eine gründlich überarbeitete und ergänzte Neuausgabe seiner „Wege nach Sarmatien“ vor. Dichter und Erzähler im Gepäck, hat er sich auf den Weg gemacht, Orte, Texte und Zeichen zu sammeln und das geschriebene Wort dingfest zu machen.Die „Wege nach Sarmatien“ sind das Vermächtnis eines Vierteljahrhunderts der Begegnungen über Grenzen und Vorurteile hinweg - ein Buch, das „ins Gepäck aller Sarmatienreisenden gehört“ (Ulla Lachauer).
Der Herausgeber: Dr. Dietmar Albrecht ist Politologe und Sinologe. Er war bis Ende 2003 Leiter der Academia Baltica in Lübeck.
Rezension/en: "Auf den Spuren von Ernst Wichert, Hermann Sudermann, Eva Simonaityte und Johannes Bobrowski führt Dietmar Albrecht, Leiter der Academia Baltica, den Leser auf Wege nach Sarmatien. ... "Sarmatien" ist eine Chiffre für die Idee einer europäischen Union der Vielfalt und Differenz, nicht nur eine schöne Erzählung, sondern ein Appell an den Westen zu politischem Weitblick." (Das Parlament)
Preis: 19.90 €
Über dieses Buch:Dieser erste Band der Colloquia Baltica versammelt Beiträge zu Heimat, Geschichte und Kultur an der Ostsee. Zugleich dokumentieren die Beiträge Schwerpunkte und auch Glanzlichter der Arbeit der Academia Baltica. Deutsche, polnische und litauische Autoren beschreiben die Kulturlandschaft Ostsee, erinnern Eduard von Keyserling und den Esten Jaan Kross und umschreiten den Mythos Tannenberg - Übungen gegen das Vergessen. Mare Balticum ruft Orte des Gedächtnisses in unsere Erinnerung, die zwei blutige Kriege getilgt zu haben schienen. Denn erst wenn die Menschen das Gedächtnis des Ortes, an dem sie leben, mit ihren Biografien verbinden, werden sie Wurzeln schlagen und Heimat begründen.
Die Herausgeber: Dr. Dietmar Albrecht, Politologe und Sinologe, bis Ende 2003 Leiter der Academia Baltica, Lübeck Martin Thoemmes, Philosoph, Historiker und Theologe, freier Autor und Journalist
Mit Beiträgen von: Martin Thoemmes Dietmar Albrecht Dieter Bähtz Andreas Kossert Alvydas Nikžentaitis Robert Traba Lars Jockheck Günter Feist
Rezension/en: "Die Zusammenstellung ist insgesamt ausgesprochen gelungen ... Insgesamt vereint der Band eine Reihe von lesenswerten und stilistisch abwechslungsreich gestalteten Beiträgen zu den Problemen eines gemeinsamen, Literatur, Kultur und Geschichte integrierenden multiperspektivischen Erinnerns im Ostseeraum." (sehepunkte)
"Der Band dokumentiert auf hohem Niveau die Arbeit der Academia Baltica mit ihren Tagungen und Exkursionen. Der Band macht neugierig auf mehr." (ABDOS-Mitteilungen)
"Der erste Band der neuen Reihe der Lübecker 'Academia Baltica' widmet sich dem Ostseeraum in seiner ganzen Breite und unter einem kulturwissenschaftlichen Verständnis." (Inter Finitimos)
"Den Hrsg. des vorliegenden Bandes sei für die schlüssige Darstellung ihres Kulturraumkonzepts vom "Mare Balticum" gedankt. Die Vermengung von wissenschaftlichem und literarischem Anspruch erleichtert den Transport dieser Projektion und steigert das Lesevergnügen." (Jahrbücher für Geschichte Osteuropas)
Über dieses Buch:„Der er et yndigt land“ – „Das ist ein lieblich Land“: so setzt die Nationalhymne Dänemarks ein. „Gamle Danmark“ nennt Fontane den liebenswerten Nachbarn im Norden. Das Land ist mit sich und der Welt zufrieden. Selten nur durchbrechen Konflikte den Konsens. Dänemark lebt in Watte gepackt. Klein ist schön.Mit „Et yndigt land“ enden die Reisen des Autors in die Länder des Nordens. Orte, Texte und Zeichen führen zu Land und Leuten, zu Literatur und Kunst, auf Schlösser und in Dichterhäuser, vom Nyhavn bis Skagen, von der Kleinen Seejungfrau bis zu Brechts Exil in Skovsbostrand. Ein Gutteil der Texte gilt dem Herzogtum Schleswig, in dem Deutsches und Dänisches sich lange Zeit durchdrungen haben und sich weiterhin durchdringen. Dänemark lebt fort in goldener Zeit. Velkommen!
Über den Autor: Dr. Dietmar Albrecht, Jahrgang 1941, ist Politologe und Sinologe, war Gründer und Leiter der Academia Baltica in Lübeck und hat seit Jahrzehnten die Länder des Nordens und des Ostens bereist, mit der Muße zur Suche in Zeit und Raum.
Preis: 29.00 €
Über dieses Buch:Die Kupfergruben von Falun stehen heute still. Geblieben sind Eisenocker und Kieselsäure, gebrannt zu einem Rot, das allerorten Schwedens Holzhäuser schützt vor Wind und Wetter und Vergänglichkeit.
Der Autor reist durch Schweden, Dichter, Schriftsteller und Künstler im Gepäck, lässt ihre Werke sprechen, besucht ihre Orte, unscheinbare und wohlbekannte, und fügt Erlebtes und Erlesenes zu einem Mosaik von Land und Leuten.
Das falunrote Heim ist Teil des schwedischen Wohers und Wohin, Teil der Kraft, die aus dem Agrarland das „Volksheim“ schuf, Rückzug und Zuflucht vor anonymer Macht und selbstverliebter Bürokratie. Die Mauern von Visby, der Dom zu Lund, die Schlösser Gustavs I. Wasa, das Stadthaus zu Stockholm sind Zeugen der Größe Schwedens. Balken und Bretterwerk im Falunrot versprechen Kindheit und Geborgenheit. Sie locken uns zu kleinen Fluchten dorthin, wo wir uns selber finden.
Über den Autor: Dr. Dietmar Albrecht ist Politologe und Sinologe. Er war bis 2003 Leiter der Academia Baltica in Lübeck und hat die Länder des Nordens und Ostmitteleuropas bereist mit der Muße zur Suche in Raum und Zeit.
About this book: The falun red home is part of the Swedish “wherefrom and whereto”, part of the strength that created the “Folkhemmet” (the peoples' home) on agricultural countryside – retreat and haven, away from anonymous power and self-enamoured bureaucracy. The author travels across Sweden, accompanied by poets, writers, and artists, he lets them talk about their work, he visits places, some inconspicuous, some well known, and adds personal as well as literary experiences to a mosaic of the country and its people.
Sur ce livre: Le domicile peint en rouge de Falun constitue la provenance et la destination suédoise, il révèle une partie de la force qui a créé à partir d’un pays agraire un chez soi populaire, retraite et refuge pour échapper à la puissance anonyme et à la bureaucratie narcissique. L’auteur voyage à travers la Suède, il a des poètes, des écrivains et des artistes dans ses bagages et laisse parler leurs œuvres ; il visite les lieux où ils ont vécu, insignifiants ou réputés, il ajoute ce qu’il a vécu et ce qu'il a lu à une mosaïque composée par le pays et ses gens.
Sobre este libro: La casa en rojo de falun es parte del pasado y futuro de Suecia, parte de la fuerza que creó la “Casa popular” partiendo de un país agrícola, resguardo y refugio frente al poder anónimo y una burocracia enamorada de sí misma. El autor viaja por Suecia; en su equipaje poetas, escritores y artistas, deja hablar a sus obras, visita sus lugares, insignificantes y populares y, a partir de lo vivido y leído crea un mosaico de paisajes y gentes.
Über dieses Buch:
Norweger leben in einem Land, das, so beharren sie, niemals unrecht tat. Es hat die älteste demokratische Verfassung Europas. Gleichheit und Brüderlichkeit haben gesiegt. Der Staat ist dem Volk Freund und Mutter zugleich. Seine Diener sind unbestechlich. Volksnähe kittet Politik und Gesellschaft. Um das Glück zu potenzieren, sprudeln Gas und Öl. Norwegen im Glück.Der Autor bereist das Land von Lillesand an Norwegens Riviera bis Karasjok, der Hauptstadt der Samen im hohen Norden. Über den Fjorden findet er Höfe, die von Stille umwachsen sind. Wenn ihre Bewohner eines Tages die Axt in den Hauklotz schlagen und die Tür ihres Hauses verschließen, finden sie Geborgenheit im großen Volksheim.Kann man im Paradies wohnen? Noch nicht. Vielleicht dürfen wir später hinein. Ist es soweit, wollen die Norweger die ersten sein.
Über dieses Buch:Wer in Finnland reist, tritt in einen Bannkreis eigener Kräfte. In Weite, Stille, Einsamkeit und Licht verschwimmen die Grenzen von Magie und Vernunft. Die Tränen Väinämöinens locken vom Grunde der Seen und tief im Fels der Sampo, Finnlands hart erkämpfter Gral des Glücks.Der Autor bereist die Landschaften Finnlands und das russländische Karelien mit Wiborg, dem Kloster Valamo und den Dörfern des Kalevala. Er nimmt Dichter, Schriftsteller und Künstler ins Gepäck, lässt ihre Werke sprechen, besucht ihre Orte und fügt Erlebtes und Erlesenes zu einem Mosaik von Land und Leuten.Lönnrot und sein Kalevala, Alexis Kivi und seine sieben Brüder, die Kolonie der Künstler am Tuusula-See, Puntila wie sein Knecht Matti, die Mönche von Valamo und die Saamen von Näkkälä locken zur Wanderung in den Norden, in ein Land und zu einem Volk, das sich nicht leicht dem Besucher öffnet.
Über den Autor: Dr. Dietmar Albrecht, Jahrgang 1941, ist Politologe und Sinologe, war Gründer und Leiter der Academia Baltica in Lübeck und hat seit Jahrzehnten die Länder des Nordens und des Ostens bereist - mit der Muße zur Suche in Raum und Zeit.
Rezension/en: „Lobenswert sind Konzept und Auswahl. Besonders hervorheben möchte ich die kenntnisreichen Kapitel über Karelien und über Lappland. [...] Wieder bewundert man Dietmar Albrechts Fähigkeit, sich Land und Leuten über ihre Literatur zu nähern und dem Leser ein in der Geschichte verankertes, vielschichtiges und authentisches Bild zu vermitteln. [...] Ansonsten ist das zu rezensierende Buch auch drucktechnisch erfreulich, ganz besonders zu loben die z. T. mehrfarbigen Karten auf den Innenseiten des Umschlags; [...]. Dietmar Albrecht ist mit seinem Buch ein facettenreicher Finnlandführer gelungen, dem man viele Leser wünscht! Lob und Dank dem Autor für dieses sorgfältig recherchierte und dokumentierte Werk und dem Verlag Meidenbauer in München für die gelungene und ansprechende Publikation!“ (Jahrbuch für finnisch-deutsche Literaturbeziehungen)
„Ein Schiff zu bauen heißt nicht allein, Segel zu weben, Nägel zu schmieden, Sterne zu lesen, wohl aber die Lust am Meer zu wecken.“ Als ein literarischer Führer in Lettland und Estland will das Buch den Leser gewinnen für jene Länder und Völker am östlichen Ufer des baltischen Meeres, die der Mitte Europas verbunden sind.
Der Autor bereist Orte des Erinnerns vom kurländischen Tels-Paddern des Dichters Eduard von Keyserling bis zur Revaler Fischermai, der Heimat des estnischen Chronisten Balthasar Rüssow. Erlebtes und Erlesenes fügt er zu einem Mosaik von Land und Leuten. Deutschbaltische Geschichte und Kultur hatten durch Jahrhunderte ihren Anteil daran.
Rezensionen: „[...] eine überzeugende Form kulturgeschichtlicher Darstellung, wie sie für die baltischen Länder in dieser Intensität und Dichte noch nicht vorliegen dürfte.“ (Jahrbuch des baltischen Deutschtums)
„Der Reisende erfährt nach der besten Gepflogenheit der Geschichtsschreibung ausführliche und dem jeweiligen Ort zugehörige präzise historische Einzelheiten. […] Mit einem selten gelungenen Pietätsgefühl sind hier estnische, lettische und deutschbaltische Gedächtnissegmente zu einem Mosaik zusammengefügt […].“ (Nordost-Archiv)
Über dieses Buch:Denunziation wird gemeinhin als ein vorwiegend von Frauen genutztes und herrschaftsstabilisierendes Moment der nationalsozialistischen Diktatur begriffen.
Diese Arbeit versteht Denunziation nicht nur als staatliches Terrorinstrument, sondern auch als konstitutiven Teil alltäglicher sozialer Beziehungen von Männern und Frauen.
Anhand eines regionalen Beispiels aus dem ländlichen Oberdonau werden die vielfältigen und ambivalenten Praktiken denunziatorischen Handelns hinsichtlich ihrer geschlechtsspezifischen Dimensionen analysiert und in ihren lokalen Kontext eingebettet.
Über die Autorin: Christina Altenstraßer studierte Sozialwirtschaft an der Johannes Kepler Universität Linz, Mitarbeit an geschlechterspezifischen historischen und ökonomischen Forschungsprojekten, seit März 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität Linz.
Preis: 29.90 €
Über dieses Buch:\"Dieses Buch ruft dem deutschen Leser zum ersten Mal eine alternative Position in der Politik des frühen israelischen Staates ins Bewußtsein.\"Prof. Dr. Michael Brenner, Historisches Seminar der Universität München, Abteilung Jüdische Geschichte und KulturMoshe Sharett gehört zu den Gründungsvätern Israels. Aber anders als sein Gegenspieler Ben-Gurion ist Sharett, Regierungschef (1953-55) und langjähriger Außenminister (1949-56) seines Landes, heute weitgehend vergessen. Dabei steht er, wie diese Studie zeigt, für ein grundsätzlich anderes Verhältnis Israels zu seinen Nachbarn als es sich in der Folgezeit etablierte, für eine andere Konzeption der israelischen Politik. Somit ist die vorliegende Arbeit - die nicht nur auf der israelischen Forschung fußt, sondern auch bislang wenig beachteten Quellen, teils in hebräischer Sprache, erschließt – ein wichtiger Beitrag zur Geschichte des Nahost-Konflikts, zur Genese eines der gefährlichsten Krisenherde der Welt.Sie zeigt, daß Ben-Gurion eine Politik durchsetzte, der zufolge die territoriale Expansion Israels Priorität genoß. Auf die Gefahr dieses Zuspitzungskurses wies Sharett beharrlich hin. Ein Friede, so seine Position, sei nur erreichbar durch Entspannung, indem die arabischen Nachbarn als Gesprächspartner, nicht als Feinde begriffen würden. Statt dessen schlug sein Land den fatalen Weg der Konfrontation ein und begab sich so in einen permanenten Kriegszustand. „In Moshe Sharett“, so schrieb der amerikanische Diplomat I.B. White bereits 1954, „gibt es Grundlagen zu einer großen Tragödie“.
Über die Autorin: Die israelische Historikerin Tamar Amar-Dahl studierte Geschichte und Philosophie in Tel Aviv und Hamburg; mit der vorliegenden Arbeit schloß sie ihr Studium ab. Seither arbeitet sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München zur jüdischen Geschichte.
Rezension/en: "A fascinating, timely and important book." (Amos Elon)
"Der Dank an die Autorin, deren Arbeit sich auf schwer zugängliche Quellen stützt, wird nicht dadurch gemindert, dass sie exemplarisch einen Teilbereich heraushebt: das Denken und die Politik Sharetts in der ‚arabischen Frage’ zwischen 1949 und 1956." (Dr. Reiner Bernstein)
About this book: Moshe Sharett, one of the founding fathers of Israel, is the subject of this study. It is not solely based on Israeli research but opens up formerly unknown sources, some of which are in the Hebrew language. The author shows that Sharett who was occasionally head of the government of his country, wanted to establish diplomatic relations to the Arab neighbours. But instead of his the strategy of Ben-Gurion prevailed which let the country into a permanent state of war.
Sur ce livre: Moshe Sharett, un des pères fondateurs d´Israël, est le sujet de cette étude. Elle ne s´appuie pas uniquement sur des travaux de recherche israéliens, mais prend aussi en considération des sources jusqu`alors peu prises en compte, en partie en hébreu. L´auteur démontre que Sharett, qui a été temporairement le chef du gouvernement de son pays, voulait créer des relations diplomatiques avec les voisins arabes. Mais à la place, la politique de Ben Gourion a préconisé qui s´est acheminée vers un état de guerre permanent.
Sobre este libro: Moshe Sharett, uno de los padres fundadores de Israel, es el tema de este estudio. Este no se basa tan sólo en la investigación desde el punto de vista israelí, sino que también recoge fuentes hasta ahora ignoradas, algunas de ellas en hebreo. La autora muestra como Sharet, durante un tiempo jefe de gobierno de su país, quería establecer la relación con sus vecinos árabes a través de caminos diplomáticos. Sin embargo se impuso la estrategia de Ben-Gurion, que derivó en un estado de guerra constante
Inhalt/Contents/Table des matières/Indice:
I. Einleitung 1. Fragestellung 2. Struktur der Arbeit 3. Methode 4. Quellenlage 5. Forschungsstand 6. Die „alte“ und die „neue“ israelische Historiographie
II. Sharett und seine Position: Hintergrund 1. Zur Biographie Moshe Sharetts 2. Sharetts Position zur „arabischen Frage“ während der Yishuv-Zeit und im Krieg von 1948
III. Sharetts Ansicht zum Frieden mit den arabischen Staaten nach dem Krieg 1948 1. Sharetts Position zum palästinensischen Flüchtlingsproblem 2. Zur Errichtung eines arabischen Staates in den arabischen Teilen Palästinas: palästinensische oder jordanische Option? 3. Sharetts allgemeine Einstellung zum Frieden mit den arabischen Staaten nach dem Krieg 1948
IV. Zur israelischen Vergeltungspolitik 1. Die arabische Infiltration – Historischer Hintergrund 2. Zur israelischen Reaktion auf die arabische Infiltration: die Vergeltungspolitik – zwei Denkschulen 2.1 Das Beispiel Qibya 3. Die Vergeltungspolitik in Erwartung einer „Zweiten Runde“ 4. Sharetts Position zur israelischen Vergeltungspolitik im Kampf gegen die alltägliche arabische Infiltration
V. Die Auseinandersetzung mit Ben-Gurions Vorschlägen zur Intervention im Libanon 1. Zur Frage der Intervention im Libanon – zwei Denkweisen in der israelischen Führung 2. Sharetts Einstellung zur Frage der Minderheitenallianz bzw. zum Verhältnis von Majorität und Minorität
VI. Die Haltung zu Ägypten 1. Zum Hintergrund der israelisch-ägyptischen Beziehungen 2. Israelische Spionage in Ägypten – die „Lavon-Affäre“ 2.1 Sharetts Haltung zur „Lavon-Affäre“ 3. Der Sinai-Suez Krieg im Oktober 1956 – die Umsetzung der „Zweiten Runde“ 3.1 Historischer Hintergrund 3.2 Sharetts Stellungnahmen zum Sinai-Feldzug 3.2.1 Zur Zusammenarbeit Israels mit Frankreich und Großbritannien 3.2.2 Zu israelischen Motiven für den Sinai-Feldzug 3.2.3 Der Sinai-Krieg als Erlösungsfeldzug für das belagerte Israel? 3.2.4 Starkes oder moralisches Israel?
VII. Ergebnisse
VIII. Anhang: Quellen 1. Auszüge aus dem persönlichen Tagebuch Moshe Sharetts 2. Israel und die Araber – Krieg und Friede: Gedanken über die Jahre 1947-1957
IX. Quellen- und Literaturverzeichnis 1. Primärquellen 2. Sekundärliteratur
X. Karten
XI. Register
Über dieses Buch: Eine Verfassung nimmt die Organisation des Gemeinwesens vor, ordnet institutionell die Sphäre des Politischen und regelt somit die Ausübung von Herrschaft. Gekennzeichnet durch fundamentale Prinzipien fungieren Verfassungen also als zentrale Elemente politischer Kultur. Ausgehend von dieser rechtshistorischen Annahme versucht der Band einen Bogen vom 20. Jahrhundert bis in die Antike zurückzuschlagen. Dabei wird, neuere historisch-kulturwissenschaftliche Ansätze aufnehmend, der Verfassungsbegriff nicht allein auf schriftliche Dokumente der Moderne bezogen, sondern auch auf die in Mittelalter und Früher Neuzeit konstitutiven symbolischen und rituellen Handlungs- und Kommunikationsformen ausgeweitet. Das thematische Spektrum reicht dabei über den europäischen Bereich hinaus. Somit wird deutlich, dass symbolisch-rituelle Repräsentationen politisch-sozialer Ordnungen, auch im außereuropäischen Bereich, ihre Wirksamkeit keineswegs verloren haben.
Über die Herausgeber: Prof. Dr. Franz-Josef Arlinghaus, Professor für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des Hoch- und Spätmittelalters an der Universität Bielefeld.
Prof. Dr. Dr. Bernd Ulrich Hucker, Professor i. R. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Hochschule Vechta, bis 2009 Direktor des Instituts für Geschichte und Historische Landesforschung an der Hochschule Vechta.
Prof. Dr. Eugen Kotte, Professur für Didaktik der Geschichte / Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Vechta, Mitherausgeber der wissenschaftlichen Buchreihe „Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt“.
About this book: A constitution organises a community, arranges the political sphere institutionally and, thus, regulates the exertion of power. Marked by fundamental principles, constitutions function as central elements of political culture. Based on this assumption about legal history, this book tries to cover the spectrum from the 20th century back to the ancient world. By incorporating newer approaches from cultural history, the concept of constitution does not only refer to written documents in modern history but also to symbolic and ritual forms of action and communication that were constitutive for the Middle Ages and the early modern period.
The thematic spectrum reaches beyond the European radius. Hence, it becomes clear that symbolic-ritual representations of socio-political orders, also beyond Europe, have not lost their efficiency at all.
Rezension: „Alle Studien sind anregend und lesenswert“ (sehepunkte)
Inhalt: Einleitung
Helwig Schmidt-Glintzer: Der Mensch in Harmonie zwischen Himmel und Erde. Verfassungen in China in Vergangenheit und Gegenwart
Ludwig Biewer: Verfassungsentwicklungen von der Monarchie zur Republik
Hans Henning Hahn: Kann es einen Staat gleichberechtigter Nationen geben? Probleme der Verfassungsentwicklung des Habsburger Reiches in der Mitte des 19. Jahrhunderts
Bernd Ulrich Hucker: Die „Calenbergische Nation“, Friedrich Ludwig von Berlepsch und „Wahrheit und Recht“
Eugen Kotte: Revolutionäre Werte und republikanische Prinzipien im Staatsgründungsprozess der USA
Ulrich Meier: Kulturen der Teilhabe. Zur Raumgestalt des Politischen in der mittelalterlichen Stadt: Florenz und Dortmund im Vergleich
Jan Rüdiger: Das Königtum erzählen im mittelalterlichen Norwegen
Franz-Josef Arlinghaus: Das Herz Heinrichs III. Herrschersakralität, Raumvorstellungen und der tote und der lebende Körper des Königs
Thomas Scharff: Herrschaft über die Erinnerung. Königtum, Krieg und Historiographie im Frühmittelalter
Ralf Häussler: Athen als demokratisches Experiment. Ein Plädoyer für die Basisdemokratie
Autorenverzeichnis
Preis: 39.90 €
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