Über dieses Buch:Das Verhältnis von Religion und Staat ist nach dem Tode Atatürks mehr und mehr in ein Spannungsfeld geraten. Dreimal putschte das Militär offen, denn es sah die Staatlichkeit in Gefahr. Dreimal gab es seine Macht wieder ab. Der Islam gewann in den letzten 50 Jahren trotzdem an Einfluss: Die Islamisierung der Türkei ist in vollem Gange. Gegenwärtiger Höhepunkt ist die Ministerpräsidentschaft eines Anhängers der islamistischen Partei AKP. Thomas Brackmann zeichnet die Geschichte der Türkei vom Mittelalter bis zur Gegenwart nach. Er begründet dadurch die Ursachen für das gespannte Verhältnis zwischen Islam und Staatlichkeit von heute. Am Beispiel der Rolle der Frau in der Türkei wird zudem die fortschreitende Islamisierung dargestellt. Die Studie geht auf die Frage ein, ob die Türkei in den nächsten Jahren in die Europäische Union aufgenommen werden sollte oder nicht.
Über den Autor: Thomas Brackmann ist Diplomstaatswissenschaftler und angehender Medienbetriebswirt. Er ist spezialisiert auf die Erstellung von interkulturellen Presse- und PR Kampagnen für Länder muslimischen Hintergrunds.
Rezension/en: "Diese Studie zeigt gelungen die Ambivalenz in der sich die Türkei in bezug auf die Rolle des Staates als auch des Islams befindet und sei jedem empfohlen, der sich über die Hintergründe der Türkei informieren möchte." (www.literaturreport.com)
Preis: 24.90 €
Über dieses Buch:Der Erfolg nationaler Ideen und das Vordringen des Staates in die entlegensten Winkel seines Herrschaftsbereichs sind zwei der maßgeblichen Entwicklungen in der politischen Geschichte des 19. Jahrhunderts.Die Autorin geht am Beispiel von französischen, luxemburgischen und deutschen Dörfern der Frage nach, wie die Landbevölkerung in staatliche und nationale Kommunikationszusammmenhänge und in die Verbreitung patriotischer und nationaler Ideen einbezogen wurde. In mikrohistorisch vergleichender Perspektive untersucht sie, welche Spuren Revolutionen, Kriege und politische Feste in den Dörfern hinterließen und welchen Stellenwert die Dorfbewohner dem Staat und der Nation im täglichen Leben beimaßen.Es zeigt sich, dass die Landbevölkerung des 19. Jahrhunderts wesentlich besser in staatliche und nationale Kommunikationszusammenhänge eingebunden war, als häufig angenommen wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Integrationsprozess bei aller Abhängigkeit von den unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Staaten überall demselben Muster folgte.
Über die Autorin: Ruth Dörner studierte Geschichte und Französisch in Paris, Paderborn, Lille und Trier. Sie verfasste diese Studie als wissenschaftliche Mitarbeiterin eines DFG-Projekts im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 235 an der Universität Trier.
Rezension/en: "Die schwierige Aufgabe einer Verbindung der hoch entwickelten Kontextforschung mit den Fallbeispielen hat die Verfasserin glänzend gelöst. Ihr Opus befindet sich in Stil, Konzeption und Reflexion auf einem hohen Niveau. Die wichtigste weiterführende Leistung in ihrer souveränen Auseinandersetzung mit dem Thema ist in dem Drei-Staaten-Vergleich zu sehen. [Das Werk hat] einen sehr wichtigen Beitrag zur Erforschung des politisch-sozialen Systems der ländlichen Welt zwischen Maas und Rhein geleistet." (Rheinische Vierteljahrsblätter)
Preis: 49.90 €
Über dieses Buch: Gesellschaftliche Gruppen und Nationen definieren sich über gemeinsame Werte und Leitvorstellungen. Diese abstrakten Konzepte benötigen einer visuellen Darstellung in Form von Bildnissen und Denkmalen, die stellvertretend für das System stehen, um allgemein akzeptiert zu werden. Denkmäler symbolisieren gesellschaftliche Vergangenheitskonstruktionen, verbildlichen gegenwärtige Machtstrukturen im öffentlichen Raum und transferieren diese in allgemein anerkannte Zukunftsvorstellungen. In Zeiten gesellschaftlicher Metamorphosen stehen die Monumente daher regelmäßig im Blickpunkt, sie sind die Kristallisationspunkte des Wandels. Ein physischer Angriff auf die Denkmäler ist ein stark symbolisch aufgeladener Akt voller Emotionen, der stellvertretend für den Wandel der Machtstrukturen steht. Der Prozess Denkmalsturz ist kein anarchisches Konzept, sondern folgt stringenten Regeln und Ritualen. Die vorliegende Studie versucht sich in der Typisierung und Entwicklung einer theoretischen Einordnung dieses Phänomens anhand der Ereignisse rund um den Zusammenbruch der sozialistischen Systeme in Osteuropa und der DDR.
Über den Autor: Florian Greßhake studierte Europäische Ethnologie, Geschichte und Nordische Philologie in Münster und Stockholm. Heute arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel und forscht dort über europäische Kulturerbevorstellungen an der deutsch-dänischen Grenze.
Preis: 19.90 €
Über dieses Buch:Welchen Bedrohungen waren die Schweizer Grenzregionen am Boden- und Genfersee sowie im Tessin am Lago Maggiore und Luganersee ausgesetzt? Wie wurde deren Schutz geplant? Bei Kriegsbeginn befürchtete die Schweiz vorerst einen Angriff über die Nordgrenze am Bodensee. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Mai 1940 waren die Schweizer Grenzseen im Norden, Osten und Westen von deutschen Truppen und im Süden von Trup-pen aus dem faschistischen Italien bedroht. Die allseitige Bedrohung veranlasste die Schweizer Militärführung zum Entscheid für ein auf die Alpenfestung konzentriertes Verteidigungskonzept. Als Folge wurden die Grenzschutztruppen an den Seen reduziert und Gefahren an den Grenzseen zunehmend verkannt. Die Studie zeigt auf, wie als Folge der Reduitstrategie für grosse Schweizer Bevölkerungsteile in den Grenzseeregionen bei einem Angriff kein militärischer Schutz vorgesehen war; ihre Fluchtversuche ins Landesinnere hätten sogar von den Schweizer Soldaten mit Waffengewalt verhindert werden sollen!
Über den Autor: Dr. Matthias Haeberlin studierte Geschichte und Kommunikationswissenschaften. Er arbeitete als freier Journalist in verschiedenen Medienbereichen und ist heute Inhaber einer Firma für Unternehmenskommunikation. Mit dem Thema dieses Buches promovierte er in Zeitgeschichte.
Rezension/en: "Insgesamt hat der Autor eine interessante und sorgfältig recherchierte Studie vorgelegt, die aufgrund der Verzahnung operationeller Vorgänge mit ihrem militärischen und politischen Kontext als gelungenes Beispiel einer erneuerten, nicht-applikatorischen Operationsgeschichte bezeichnet werden kann. Insbesondere Haeberlins Befunde zur Flüchtlingspolitik sollten Anstoß zu weiterführender Forschung geben." (Militärgeschichtliche Zeitschrift)
Preis: 44.90 €
Über dieses Buch:Während des Zweiten Weltkriegs zählten die Börsen in Deutschland und Italien zu den wichtigsten Säulen der nationalen Volkswirtschaften, die bei der Kriegsfinanzierung eine wichtige Rolle einnahmen. Hierfür bauten die Faschisten und Nationalsozialisten die ursprünglich privatwirtschaftlich arbeitenden Börsen zu \"Staatsbörsen\" um.Die hier vorliegende wirtschaftshistorische Studie zeigt erstmals diesen Wandel in der Kapitalmarktpolitik des nationalsozialistischen Deutschlands (1933-1945) und des faschistischen Italiens (1922-1945). Sie thematisiert nicht nur die Staatseingriffe und Turbulenzen an den Börsenmärkten, sondern beleuchtet auch die Rolle der Börsen als Handelsplatz für Staatswerte und für geraubte jüdische Wertpapiere. Diese Analyse ist somit nicht nur ein neues Kapitel in der Börsengeschichte Deutschlands und Italiens. Sie leistet zudem einen wichtigen Beitrag in der Erforschung der europäischen Wirtschaftsgeschichte.
Über den Autor: Patrik Hof, geboren 1977 in Basel, studierte Geschichte und Recht für Sozialwissenschaften an den Universitäten München und Padua. Er war als Journalist, Reiseleiter und Veranstalter historischer Kulturreisen tätig. Heute arbeitet er als Pressesprecher eines Wirtschaftsunternehmens.
Rezension/en: “Das Werk ist gut lesbar und enthält eine ausreichende Anzahl erläuternder Abbildungen und Tabellen. [..] Das Werk schließt einfach eine wichtige Forschungslücke [...].“ (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte)
„[...] in vielen Details eine Bereicherung des Forschungsstandes, und [die Studie] erweitert das Wissen über Börsenpolitik der beiden faschistischen Diktaturen wesentlich.“ (Sozial.Geschichte online)
„[…] Patrik Hof (ist) es gelungen, eine wichtige Grundlagenarbeit zu verfassen, in der der Verfasser das Quellenmaterial mit größter Akribie zusammengetragen, gesichtet und ihren Themenbereichen zugeordnet hat. Zukünftige Forscher, die sich mit ihnen beschäftigen, dürften auf diese Arbeit als wichtige Arbeitsgrundlage zurückgreifen.“ (Quellen und Forschungen aus Italienischen Archiven und Bibliotheken)
Preis: 59.90 €
Über dieses Buch:NEAT – das Kürzel steht für mehr als nur eine Neue Eisenbahn-Alpentransversale. Es steht für das verkehrspolitische Umdenken zu einer ökologisch ausgerichteten Transitpolitik, die sich gegen das Wachstum des Straßengütertransits wandte. Doch wie warb die Schweiz im In- und Ausland für diese neue Philosophie? Die Entscheidungsprozesse, die die integrierte Verkehrspolitik kennzeichnen, sind äußerst komplex: Einerseits mussten die Besonderheiten der Schweizer Demokratie berücksichtigt werden, andererseits ging es beim Schweizer Alpentransit um ein Problem der Außenbeziehungen und der internationalen Politik. War das Schweizer Beharren auf Autonomie im Konflikt um den Alpentransit eher ein Ausdruck des nationalen Starrsinns oder kann die selbstbewusste Abwehr der Transitinteressen der Anrainerstaaten und der EG als berechtigtes umweltpolitisches Anliegen gewertet werden? Welche Rolle spielte der persönliche Faktor in Form der beiden Schweizer Verkehrsminister Schlumpf und Ogi? In dieser Studie werden die Wechselbezüge zwischen Innen- und Außenpolitik erstmals systematisch in den Blick genommen und in einen gesamteuropäischen geschichtlichen und politischen Kontext gestellt.
Über den Autor: Markus Höschen studierte Englisch und Geschichte. Mit dem vorliegenden Werk promovierte er an der Universität Paderborn.
Rezension/en: "Markus Höschen hat mit seiner Dissertation einen wesentlichen Beitrag zur neueren Schweizer Geschichtsschreibung geleistet und eine ganze Reihe von Aktenbeständen erstmals aufgearbeitet und zugänglich gemacht. Sein insgesamt überzeugendes Buch ruft die Bedeutung der Güterverkehrsgeschichte gerade für die Schweiz in Erinnerung, sie weckt aber auch das Interesse an einem Blick nach aussen." (traverse)
Über dieses Buch:Der verheerende Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945, der die berühmte Stadt fast völlig in Schutt und Asche legte, war Endpunkt einer Entwicklung des Luftkrieges, vor allem der strategischen Zermürbungsangriffe auf die Zivilbevölkerung. Er ist im Gedächtnis der Deutschen fest verankert. Das vorliegende Buch untersucht den Anfang der Luftkriegsentwicklung zwischen Großbritannien und Deutschland. Auf welchen Theorien baute die Planung des Bombereinsatzes auf? Welche Ereignisse trugen seit September 1939 zur Eskalation bei? Warum konnte die deutsche Luftwaffe einen strategischen Luftkrieg nicht gewinnen? Welche Bedeutung hatte die Luftschlacht über der Deutschen Bucht für die Veränderung der Lufttaktik? Verletzten die ersten Angriffe auf Wohngebiete im Mai 1940 die Grenzen des militärisch Erlaubten? Diese und weitere Fragen werden in diesem Buch zusammenfassend beantwortet.
Über den Autor: Michael Neumann studierte neben Betriebs- und Volkswirtschaftslehre Neuere Geschichte. Nach seinem Dienst bei der Bundesluftwaffe und in- und ausländischer Tätigkeit in der Wirtschaft bearbeitet er heute Fragen zur Militärgeschichte mit dem Schwerpunkt Zweiter Weltkrieg.
Preis: 34.90 €
About the book:
The study shows how Elia Capsali, a Cretan rabbi (ca 1485–ca 1555), demonstrated a unique perspective on Crete under Venetian (1211–1645) and Ottoman domination (leading up to the conquest of Rhodes in 1522), as described in his main historical works – the Chronicle of Venice (1519) and the Seder Elijahu Zuta (1523).By analyzing Capsali’s historical context in Crete and the Cretan Jewish communities during the 16th century, the work depicts how Capsali’s thoughts are rooted in his contemporary world.In particular, this work deals with the way in which Capsali reflected his position at the crossroads between eastern and western traditions. By examining the Cretan Jews and involving Capsali’s writing concerning the Ottoman Sultans, Aleida Paudice provides the key to reading and understanding Capsali’s works. She offers possible explanations to Capsali’s view on Ottoman history.Now more than ever, it’s critically important to reflect on the relations between Islam and other religions and to realize that the differences between the two are much smaller than is commonly the opinion today.
About the author: Aleida Paudice graduated from the State University of Milan with a degree in Classical Philology. Furthermore she studied Hebrew and Arabic at the Hebrew University of Jerusalem and received her PhD at the University of Cambridge (UK).
Review: “Between Several Worlds is an excellent research monograph that makes a huge contribution to our understanding of Capsali’s vast and complicated historical treatise.“ (East European Jewish Affairs)
Preis: 39.90 €
Über dieses Buch: Die Silberregion Schwaz erlebte zu Beginn der Neuzeit eine ungeahnte wirtschaftliche Hochblüte. Aus einem kleinen Dorf wurde innerhalb kurzer Zeit ein Ballungsgebiet mit etlichen tausend Einwohnern. Vielfach wurde die Region auch als zweitgrößte Siedlung Österreichs nach Wien bezeichnet. Möglich wurde dies durch die Entdeckung reicher Silbererzadern in den Bergen rund um den Ort. »Das Leben mit dem Silber« beschreibt die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region vom Beginn der Bergbauaktivitäten in der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zum langsamen Niedergang des Erzabbaus rund 200 Jahre später. Das Buch spannt den Bogen von der Schilderung der Hauptakteure in der Region über die Darstellung der wirtschaftlichen Aktivitäten bis hin zur Beschreibung der Siedlungsentwicklung. Es bietet im Wesentlichen einen Einblick in den Alltag der Silberregion und weicht somit von gängigen Deutungsmustern ab, in denen hauptsächlich Platz war für die „großen“ Akteure in der Region, wie Gewerke und Schmelzherren.
Über den Autor: Philipp Luis Strobl studierte Geschichte an den Universitäten Innsbruck und New Orleans. Das vorliegende Buch entstand im Zuge seiner Mitarbeit im Projekt HiMAT an der Universität Innsbruck, das der Erforschung der Geschichte des Bergbaus in Tirol und den umliegenden Gebieten gewidmet ist.
Preis: 25.90 €
Copyright © 2012 Dr. Jörg MeidenbauerPowered by WordPress · Atahualpa Theme by BytesForAll