Detailansicht
zurück

Gilzmer, Mechtild

Denkmäler als Medien der Erinnerungskultur in Frankreich seit 1944

Erscheinungsjahr:2007
Einbandart:Hardcover
Format:17,5 x 25
Umfang:254 Seiten
ISBN:9783899750836
 Neu
39,95 EUR   

Über dieses Buch:
In keinem anderen Medium ist die Bedeutung der Vergangenheit für eine Gemeinschaft so deutlich eingeschrieben wie im Denkmal. Mit der Ehrung der Toten und der Inszenierung von Gedenkfeierlichkeiten werden individuelle (Leid-)Erfahrung und nationale Geschichte “erzählt” und in einen Sinnzusammenhang gestellt. Dies gilt in besonderer Weise für die Denkmalerrichtung nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich, die bisher noch nicht untersucht worden ist.

Mechtild Gilzmer betritt mit ihrer kulturwissenschaftlich angelegten interdisziplinären Studie wissenschaftliches Neuland. Sie rekonstruiert Denkmalinitiativen ausgehend von Quellen in regionalen und nationalen Archiven. Indem die Autorin nicht nur das Ergebnis, das fertige Denkmal, sondern auch den Prozess der Errichtung in den Blick nimmt, gelingt es ihr zudem, die “verborgene” Erinnerung ans Licht zu bringen, gemäß dem Diktum Reinhart Koselleks: “jedes Denkmal zeigt, indem es verschweigt”.

Ein eigenes Kapitel ist der Darstellung des Zweiten Weltkriegs im Medium Film gewidmet. Eine ikonographische Analyse rundet die Arbeit ab und zeigt überraschende Zusammenhänge zwischen nationaler Identitätsbildung und dem Einsatz von Geschlechterbildern auf.

Über den Autor / die Autorin:
Mechtild Gilzmer ist als Gastprofessorin für Französische Philologie an der Technischen Universität Berlin tätig. Forschungsschwerpunkte: französische Kultur- und Landeskunde im 20. und 21. Jahrhundert, Frankophone maghrebinische Literatur, Literatur und Geschichte.

Rezension/en:
"Die Stärke dieser Arbeit liegt darin, dass sie eine chronologische und reich illustrierte Synthese der historischen Symbolik liefert, die an den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust erinnert, und diese in den Kontaxt der französischen politischen Kultur einbettet. [...] Dieses Werk bietet eine neuartige Kontextualisierung der Denkmalspolitik in Frankreich seit 1944." (H-Soz-u-Kult)

"Une étude dont la richesse tient avant à la diversité des cas concrets qu’elle analyse et à sa capacité à suivre leur évolution dans le temps." (Vingtième Siècle. Revue d’histoire)

"Fazit: ein spannendes Buch, das die Hauptlinien der Erinnerungskultur an die Résistance darstellt und die Kontroversen lebendig werden lässt." (informationen (Studienkreis: Deutscher Widerstand 1933-1945))

"Gilzmer verfolgt mit großer Genauigkeit die etwas gewundenen Wege der französischen Praxis der Gedächtnispolitik und Erinnerungskultur, [...]. Ein wichtiger interdisziplinärer Beitrag zur geschichtlichen Wahrnehmung der Jahre 1940 bis 1944 in Frankreich und zur Entwicklung des kulturellen Bewusstseins des Landes nach 1945." (Dokumente, Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog)

About this book:
This inter-disciplinary study on the basis of cultural sciences deals with the monument as a carrier of collective and individual memory in France after WW2. The author reconstructs monument initiatives based on sources in regional and national archives. This work does not only consider the finished monument, but the process of creating it, too. A separate chapter is dedicated to the depiction of WW2 in the medium of cinema.

Sur ce livre:
Cette étude interdisciplinaire basée sur les sciences culturelles se penche sur le monument en tant que support du souvenir collectif et individuel en France après la Seconde Guerre Mondiale. L’auteur reconstitue les initiatives menant à l’édification de monuments en partant de sources trouvées dans les archives régionales et nationales. Pour cela, elle ne pose pas seulement son regard sur le monument fini mais elle examine aussi le processus d'édification. Un chapitre particulier est consacré à la représentation de la Seconde Guerre Mondiale sur le support médiatique qu’est le film.

Sobre este libro:
El estudio interdisciplinario, anclado en la ciencia de la cultura, se ocupa del monumento como portador de la memoria individual y colectiva en Francia después de la Segunda Guerra Mundial. La autora reconstruye las actividades entorno al monumento partiendo de fuentes provenientes de archivos regionales y nacionales. Con ello, no sólo analiza el monumento terminado sino también el proceso de su levantamiento. Se ha dedicado un capítulo a la presentación de la Segunda Guerra Mundial en el medio cinematográfico.