Über dieses Buch:
Denunziation wird gemeinhin als ein vorwiegend von Frauen genutztes und herrschaftsstabilisierendes Moment der nationalsozialistischen Diktatur begriffen.
Diese Arbeit versteht Denunziation nicht nur als staatliches Terrorinstrument, sondern auch als konstitutiven Teil alltäglicher sozialer Beziehungen von Männern und Frauen.
Anhand eines regionalen Beispiels aus dem ländlichen Oberdonau werden die vielfältigen und ambivalenten Praktiken denunziatorischen Handelns hinsichtlich ihrer geschlechtsspezifischen Dimensionen analysiert und in ihren lokalen Kontext eingebettet.
Über den Autor / die Autorin:
Christina Altenstraßer studierte Sozialwirtschaft an der Johannes Kepler Universität Linz, Mitarbeit an geschlechterspezifischen historischen und ökonomischen Forschungsprojekten, seit März 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität Linz.