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Eakin-Thimme, Gabriela Ann

Geschichte im Exil

Deutschsprachige Historiker nach 1933

Reihe: m-press - Forum Deutsche Geschichte

Erscheinungsjahr:2005
Einbandart:Paperback
Sprache:Deutsch
Umfang:360 Seiten
ISBN:9783899755022
49,90 EUR   

Über dieses Buch:
Von der Herrschaft der Nationalsozialisten waren auch Forschung und Lehre grundlegend betroffen. Viele ihrer Exponenten emigrierten oder wurden ins Exil getrieben. Das gilt auch für etliche Historiker. Dennoch hat die Emigrationsforschung die Geschichtswissenschaft lange vernachlässigt. Die Arbeit zeichnet den wissenschaftlichen Weg vom 98 Historikerinnen und Historikern nach. Welche Folgen hatte ihr erzwungener Ortswechsel für den wissenschaftlichen Standort der Betroffenen?

Jene, die über das Meer fahren, schrieb der Dichter Horaz, wechseln den Himmel, nicht aber die seelische Einstellung. Für die von den Nationalsozialisten Vertriebenen jedoch ergaben sich als Konsequenz von politischem Zeitgeschehen und Emigration komplizierte Lebensläufe. Erstmals lässt sich zusammenfassend feststellen: Keiner der Betroffenen brach willentlich mit der deutschen Wissenschaftstradition.

Die Sorgen um die Existenz ließen theoretische Reflexionen zunächst kaum zu. Doch so schwierig die ersten Jahre der Emigration waren - einer Zeit der Unsicherheit folgte ab etwa 1950 eine Phase beruflicher Konsolidierung. Besonders in den USA profitierten etliche Emigranten von einem nunmehr größeren Arbeitszusammenhang, der auf einer gemeinsamen Interessenlage basierte:
Die Bedeutung der Deutschen Geschichte wuchs ebenso wie die der Modern European History. So konvergierten die wissenschaftspolitischen ebenso wie die wissenschaftlichen und politischen Interessen der amerikanischen und deutschsprachigen Europa-Historiker. Das trieb nicht nur die Entwicklung des Faches voran. Die Emigranten wurden zu Brückenbauern zwischen Alter und Neuer Welt.

Über den Autor / die Autorin:
Gabriela Ann Eakin-Thimme studierte Geschichte, Philosophie und Politikwissen-schaften in Frankfurt am Main. Promotion 1999, ab 2000 wissenschaftliche Mit-arbeiterin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. Seit 2002 ist sie als wissenschaftliche Referentin in der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates in Köln tätig.

Rezension/en:
"Die insgesamt überzeugende Leistung der Autorin sei hervorgehoben ... Gabriela Ann Eakin-Thimme hat die Debatte über Leben, Werk und Wirkung deutschsprachiger Exilhistoriker ein gutes Stück voran gebracht" (H-Soz-u-Kult)