Über dieses Buch:
Im Bonner Grundgesetz von 1949 ist festgelegt, dass der innere Aufbau der politischen Parteien demokratisch sein müsse. Eine derartige Bestimmung gab es vor 1933 nicht, die Idee dazu allerdings schon. Woher kommt dieses Konzept der innerparteilichen Demokratie? Wer hat es entwickelt? Wer hat sich dafür eingesetzt? Wer hat die innerparteilichen Verhältnisse in der Vergangenheit aus demokratisch-pluralistischer Sicht kritisiert? Und ist die „Muss“-Bestimmung in Artikel 21 des Grundgesetzes bis heute erfüllt?
Andreas Gonitzke skizziert nicht nur den Verlauf der Ausarbeitung sowie der - bislang lückenhaften - Umsetzung des Konzepts der innerparteilichen Demokratie. Er stellt exemplarisch politische Entwicklungen und Zustände dar, die Zweifel am Vorhandensein innerparteilicher Demokratie in Deutschland aufkommen ließen und lassen.
Über den Autor / die Autorin:
Andreas Gonitzke studierte Politikwissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg. Der Diplom-Politologe ist heute als Offizier im Bereich der Operativen Information tätig.
Rezension/en:
"Seine Studie überschreitet den Rahmen einer abstrakten politischen Ideengeschichte. Vielmehr stellt sie die Diskrepanz zwischen Realität und Anspruchsdenken umfassend heraus, und erklärt, warum die reale Parteiengeschichte von einer kontruktiven Parteienkritik partiell unbeeinflusst blieb." (TYPE Magazine)