Über dieses Buch:
Im Kontext von Nationalismusforschung und poststrukturalistischer Wissenschaftsinterpretation hat in letzter Zeit die Frage nach dem Eigenen und dem Fremden an Bedeutung gewonnen. Insbesondere der Schlüsselbegriff der Identität, der seit etwa vierzig Jahren zu einer Modevokabel sozialwissenschaftlicher Forschung geworden war, wird immer stärker kritisch hinterfragt. Dies gilt insbesondere für die angebliche Dauerhaftigkeit und Unveränderlichkeit des Phänomens, das jetzt eher mit konkreten Situationen in Zusammenhang gebracht wird.
Der vorliegende Band befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Begrifflichkeit und ihrer Anwendung auf das Arbeitsgebiet der Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen. Die Fallstudien, die auf einer Tagung in Görlitz im Jahre 2006 präsentiert wurden, widmen sich Themen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, die sich unter anderem mit den Böhmischen Brüdern in Polen, der evangelischen Gemeinde im Krakau des 19. Jahrhunderts, der deutschsprachigen Literatur über die Provinz Posen, den deutschen Kolonisten in Kongresspolen und der NS-Presse im „Generalgouvernement“ befassen.
Über den Autor / die Autorin:
Markus Krzoska studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Mainz und promovierte an der Freien Universität Berlin. Er arbeitet als freiberuflicher Historiker und Übersetzer in Mainz. Im wissenschaftlichen Bereich beschäftigt er sich mit Themen der Geschichte Polens, Böhmens und der Habsburgermonarchie.
Isabel Röskau-Rydel studierte in München, wo sie auch promovierte, in Mainz und Krakau. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Instytut Neofilologii Akademii Pedagogicznej i. KEN in Krakau. Zurzeit bereitet sie ihre Habilitation zur Akkulturation und Integration deutschösterreichischer Beamtenfamilien in Galizien im 19. Jahrhundert vor.
Mit Beiträgen von:
Severin Gawlitta
Lars Jockheck
Hanna Krajewska
Markus Krzoska
Isabel Röskau-Rydel
Jerzy Strzelczyk
Maria Wojtczak
About this book:
This work deals with explorations of the self and the other and examines the theoretical underpinnings of the concept of identity. The case studies cover topics gleaned from the Middle Ages to the 20th century, including the Unity of the Brethren in Poland, the Protestant Church in 19th century Krakow, Germanlanguage literature about the Province of Posen, the German colonists in Congress Poland and the Nazi press in the "General Government".
Sur ce livre:
Le présent volume se penche sur la question relative au propre et à l’étranger ainsi que sur les bases théoriques de la notion d’identité. Les études de cas se consacrent à des thèmes allant du Moyen-Âge au 20me siècle, entre autres à l’unité des frères de Böhmen en Pologne, à la communauté protestante dans la ville de Cracovie au 19me siècle, à la littérature en langue allemande sur la province de Poznan, au colon allemand dans la Pologne du Congrès et à la presse nationale-socialiste dans le «Gouvernement général».
Sobre este libro:
El presente volumen se centra en la cuestión de lo propio y lo ajeno, así como en las bases teóricas de la conceptualidad de la identidad. Los estudios de caso abarcan un amplio espectro temático que va desde la Edad Media hasta el siglo XX e incluye, entre otros, los ejemplos de los Hermanos Bohemios en Polonia, la comunidad evangélica en la Cracovia del siglo XIX, la literatura alemana sobre la provincia de Poznañ, los colonos alemanes en la Polonia del Congreso y la prensa nacionalsocialista del "Gobierno General de Polonia".